Traum-Mätsch

FC St.Gallen kennt keine Gnade gegen Urnäsch

19. Juni 2022, 21:44 Uhr
Die 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer bekommen am «Traum-Mätsch» ein Torfestival zu sehen. Der FC St.Gallen erzielt vor traumhafter Kulisse gegen das sieben Ligen tiefer spielende Urnäsch in der ersten Halbzeit zehn Tore – und legt nach der Pause nochmals fünfzehn Treffer nach.

Es sei ihr Ziel, weniger als 15 Tore zu kassieren und einmal zu treffen, sagten die Spieler von Urnäsch vor dem «Traum-Mätsch» gegen den grossen Nachbarn, schreibt das «St.Galler Tagblatt». Doch schon zur Pause deutete einiges darauf hin, dass die 4.-Liga-Akteure aus Appenzell Ausserrhoden ihr Vorhaben nicht würden umsetzen können.

St.Gallen verteilte in diesem vom TV-Sender «Blue» inszenierten Freundschaftsspiel keine Geschenke. Die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler traf alle paar Minuten. Bei Spielhälfte führten die Profis mit 10:0.

St.Gallen nimmt die Partie ernst

Mehr als zwei, drei Pässe in Folge lagen für die Amateurfussballer nicht drin. Die St.Galler nahmen die Begegnung ernst, schickten ihre besten Spieler aufs Feld und kannten kein Erbarmen. Der Cupfinalist der vergangenen Saison schaltete schnell um, spielte vertikal und überforderte damit die Gastgeber. Bester Torschütze vor der Pause war mit vier Treffern Jérémy Guillemenot.

Urnäschs Torhüter Manuel Ammann hatte sich in der 19. Minute ausgezeichnet, als er einen Foulpenalty von Duah parierte. Goalie Ammann zeigte insgesamt, trotz der vielen Gegentore, eine gute Partie.

Kurz vor der Pause gelang der Mannschaft von Trainer Georg Gülünay nach einem Freistoss von Dominik Bieg der erste gefährliche Abschluss, doch St.Gallens Torhüter Lukas Watkowiak war zur Stelle.

Espen lassen nicht locker

Publikumsliebling Daniel Eicher sagte zur Pause gegenüber «Blue»: «Obwohl wir vorgeführt werden, macht es Spass. Es ist ja schliesslich St.Gallen.» Es war in der Tat ein Volksfest in Urnäsch. Und der FC St.Gallen liess auch in der zweiten Halbzeit nicht locker. Trainer Zeidler hatte sämtliche elf Spieler ausgetauscht. Die neu zusammengestellte Mannschaft drosselte ihr Tempo trotz brütender Hitze nicht, es folgten weitere 15 Tore.

Die Amateurfussballer aus Urnäsch zollten dem hohen Tempo und den Temperaturen weiter Tribut. So traf St.Gallens Boris Babic fünfmal. Der 19-jährige Nachwuchsspieler Edis Bytyqi trug sich, wie Fabian Schubert, dreimal in die Torschützenliste ein.

Tour beendet

Mit diesem perfekt organisierten «Traum-Mätsch», der wohl der Höhepunkt in der Klubgeschichte des FC Urnäsch war, hat der FC St.Gallen die «Espen on Tour» beendet.

Es sei für alle ein rundum geglückter Nachmittag gewesen, sagte St.Gallens Trainer Zeidler. Er habe einen Schritt in Richtung eines guten Teamgeistes erkannt. Und weiter: «Technik und Passqualität konnten wir heute gut trainieren.» Das nächste Testspiel bestreitet St.Gallen am kommenden Samstag in Heimberg beim Challenge-League-Team des FC Thun.

Quelle: St.Galler Tagblatt/Patricia Loher
veröffentlicht: 19. Juni 2022 21:44
aktualisiert: 19. Juni 2022 21:44
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