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Saisonvorbereitung

FCSG: «Können Achterbahnfahrten nicht ausschliessen»

24. Juni 2021, 18:12 Uhr
Die Mannschaft von Peter Zeidler hat am Montag das Trainingslager in Bad Ragaz in Angriff genommen, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Neben den neuen Verpflichtungen freut man sich in der kommenden Spielzeit vor allem auf eines: die Fans.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: FM1Today

Die vergangenen zwei Jahre waren eine Achterbahnfahrt für den FC St.Gallen und seine Fans. 2020 spielte man bis zum Ende der Saison noch um den Meistertitel mit. Dieses Jahr zitterte man um den Abstieg, stand dafür aber im Cupfinal. Als wäre das nicht schon turbulent genug, galt es parallel noch, die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen. «Wir sind gut durch die Pandemie gekommen. Das ist aber auf keinen Fall selbstverständlich», sagt Matthias Hüppi, Präsident des FC St.Gallen, gegenüber FM1Today.

Nach einer solchen Zeit der Höhen und Tiefen stellt sich vor allem eine Frage: Wo steht der Club im Ligavergleich? «Das wird sich weisen, sobald die neue Saison angefangen hat. Wir versuchen natürlich, konstant gute Leistungen zu zeigen. Achterbahnfahrten können wir aber auch in der kommenden Saison nicht ausschliessen», so Hüppi.

Keine konkrete Platzierung angestrebt

Der Verein hat diese Woche die Vorbereitung auf die Saison 2021/22 in Angriff genommen. Die Mannschaft befindet sich im Trainingslager in Bad Ragaz. Die Bedingungen sind optimal.

Die Frage, ob man ein konkretes Ziel anstrebt, was die Platzierung anbelangt, wird von allen Stellen konsequent verneint. Diese Taktik hat der Verein schon die letzten zwei Jahre verfolgt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Cheftrainer Peter Zeidler sagt: «Es ist noch zu früh für Vorhersagen, weil ich auch die Mannschaft zuerst noch richtig kennenlernen muss. Andererseits ist das Liganiveau sehr ausgeglichen. Zwischen den Rängen drei und neun ist es jeweils so eng, dass eine Prognose wenig Sinn ergibt.»

Trotzdem hat der Club natürlich Ziele für die neue Spielzeit. «Wir wollen eine besondere Mannschaft sein, die Freude macht. Wir wollen wieder begeisternde Abende schaffen und den Fans eine tolle Unterhaltung bieten», sagt Zeidler.

Peter Zeidler erwartet eine spannende, ausgeglichene Super League Saison.
© Keystone-SDA

Alles für die Fans

Die Fans spielen für den Club eine zentrale Rolle in der nächsten Saison. Nachdem der Bundesrat am Mittwoch entschieden hat, dass die Stadien in der kommenden Saison wieder gefüllt werden dürfen, gilt es jetzt, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen. Matthias Hüppi sagt: «Wir freuen uns riesig. Besonders für unsere Fans, die uns unglaublich gut unterstützt haben während dieser schwierigen Zeit. Wir tun alles dafür, dass wir allen Fans, die ins Stadion wollen, auch den Zutritt gewähren können.»

Dass wieder mehr Fans zugelassen sind, freut auch die Spieler. Mittelfeldspieler Lukas Görtler sagt: «Motivieren müssen wir uns natürlich auch ohne Fans. Aber es ist schon ein anderes Gefühl, wenn bereits beim Einwärmen 4000 Zuschauer da sind. Man spürt mehr Druck und Nervosität. Ich glaube, darauf freuen wir uns alle wieder.»

Frischer Wind für die Mannschaft

In der Nebensaison hat sich beim FC St.Gallen einiges verändert. Aufgrund auslaufender Spielerverträge musste der Verein gleich sechs Spieler ziehen lassen: Jordi Quintillà, Yannis Letard, Junior Adamu, Adonis Ajeti, Nsana Simon und Fabio Solimando. Ein weiterer Abgang war Miro Muheim, der leihweise für eine Saison zum Hamburger SV wechselt.

Um diese Abgänge zu kompensieren, werden aber nicht einfach Spieler eingekauft. Dem Club ist es wichtig, jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance in der ersten Mannschaft zu bieten. Die Espen geben gleich vier Spielern aus der eigenen Jugend einen Platz im Kader. David Jacovic, Christian Witzig, Patrick Sutter und Alessio Besio haben in dieser Woche alle Profiverträge unterzeichnet.

St.Gallen holt einen Top-Scorer

Die eigene Jugend ist aber nicht die einzige Verstärkung, die man sich geholt hat. Einer der Neuzugänge ist Mittelfeldspieler Ousmane Diakité. Er befand sich schon länger auf dem Radar des Clubs. «Er war jetzt lange verletzt. Vor seiner Verletzung konnten wir sein Potenzial aber deutlich erkennen», so Zeidler. Diakité spielte zuvor für FC Red Bull Salzburg und bleibt auf Leihbasis für ein Jahr.

Fabian Schubert schoss letztes Jahr in der 2. Liga in Österreich 33 Tore in 28 Spielen.
© Keystone-SDA

Auch die zweite Verpflichtung kommt aus einer österreichischen Liga. Der 1,94 Meter grosse Fabian Schubert wird die Espen in der nächsten Saison im Sturm unterstützen. Er spielte letzte Saison bei FC Blau-Weiss Linz in der österreichischen 2. Liga. Dort wurde er mit 33 Toren in 28 Partien Torschützenkönig. Druck verspürt er deswegen aber nicht. «Ich bin Stürmer. Wenn ich regelmässig spielen kann, erwarte ich auch von mir selbst, dass ich Tore schiesse.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 24. Juni 2021 18:54
aktualisiert: 24. Juni 2021 18:12