FCSG schlägt den Schweizer Meister 2:1

Laurien Gschwend, 20. September 2017, 22:22 Uhr
Trotz eines späten Treffers der Basler staubt der FC St.Gallen am Mittwochabend im heimischen Kybunpark drei Punkte ab. Die Ostschweizer dürfen sich über einen 2:1-Sieg gegen den Schweizer Meister freuen.

Die letzten mühevollen Wochen sind nicht spurlos am FC Basel vorbei gegangen. Weit weg sind die Luxusprobleme der letzten Saison, als der Mannschaft von Urs Fischer vorgeworfen wurde, dass sie nicht spektakulär genug agierte. Nun hat der FCB handfeste Probleme. In St.Gallen wirkte der Serienmeister eine Halbzeit lang konzeptlos und zutiefst verunsichert.

Aratore und Aleksić nutzen Defizite der Gäste

Den beiden Gegentoren in der ersten Halbzeit gingen haarsträubende individuelle Fehler voraus: In der 15. Minute liess sich Taulant Xhaka den Ball an der eigenen Strafraumgrenze von Marco Aratore abnehmen, der mit einem schönen Schlenzer das 1:0 erzielte. Zehn Minuten später war es Manuel Akanji, der sich den fatalen Fehler leistete, von dem letztlich Danijel Aleksić profitierte.

Basel fehlten wichtige Spieler, wie die gesperrten Marek Suchy und Renato Steffen oder der verletzte Mohamed Elyounoussi. Trotzdem ist kaum zu erklären, dass die Basler den St.Gallern in der ersten Halbzeit in kämpferischer, aber auch spielerischer Hinsicht dermassen unterlegen waren. Erst nach der Pause wurde das Spiel der Gäste strukturierter, defensiv geordneter und offensiv etwas ideenreicher. St.Gallen geriet immer wieder unter Druck: Ricky van Wolfswinkel scheiterte im Duell mit Goalie Daniel Lopar, und Davide Callà traf nur die Latte, bevor Luca Zuffi den FC Basel für seine Steigerung in der 89. Minute doch noch mit dem Ehrentreffer belohnte.

Zwei Siege in sechs Wochen

Basels Trainer Raphael Wicky kann für sich zumindest in Anspruch nehmen, dass er in der Halbzeit die Worte gefunden hat, um sein Team aus der Lethargie zu holen. Doch in den nächsten Tagen kommt noch einige Arbeit auf den Walliser zu. Das Tief des FC Basel hält nun doch schon seit Mitte August an. In den letzten sechs Wochen gewann er nur zwei Partien: im Cup gegen die Unterklassigen Wettswil-Bonstetten und Chiasso. In der Meisterschaft ist er seit vier Spielen ohne Sieg und steht nach acht Runden so schlecht da wie seit der Saison 2009/2010 nicht mehr.

St.Gallen beanspruchte in der zweiten Halbzeit auch etwas Glück, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen und die Serie von sechs Niederlagen in Folge gegen den FCB zu beenden. Die Mannschaft von Giorgio Contini verdiente sich den Sieg in der ersten Halbzeit, als sie mit ihrem mutigen, aggressiven Auftreten das Nötige tat, um von der Verunsicherung des Gegners Profit zu ziehen.

(SDA)

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Laurien Gschwend
veröffentlicht: 20. September 2017 19:39
aktualisiert: 20. September 2017 22:22