FCSG schlägt FC Zürich souverän mit 3:1

Laurien Gschwend, 6. Februar 2019, 22:50 Uhr
Dem FC St.Gallen und seinem Neuzugang Simone Rapp glückt der Start zur Rückrunde. Die Leihgabe von Lausanne steuert zwei Tore zum 3:1 über einen blassen und ideenlosen FC Zürich bei.

Der Tessiner Simone Rapp, der bis Ende Saison den verletzten Cédric Itten bei St.Gallen ersetzen und für Tore sorgen soll, hat bei seinem Debüt gegen Zürich überzeugt. Seine Doublette zum 2:0 läutete den verdienten Erfolg über den enttäuschenden Cupsieger ein, der nur in der ersten Viertelstunde im Nebel auf dem vom Schnee befreiten Kybunpark Spielfluss und Initiative zeigte. Als der zusammen mit Rapp überragende Majeed Ashimeru zum 3:0 (71.) ausbaute, war die am Sonntag verschobene Partie entschieden. Der siebte Saisontreffer des Nigerianers Stephen Odey eine Viertelstunde vor Schluss war lediglich Resultatkosmetik.

«Sehr abgebrühte Mannschaftsleistung»

«Es ist natürlich schön für Simone, dass er so starten kann», sagt FCSG-Mittelfeldspieler Tranquillo Barnetta nach dem Spiel gegenüber FM1. Es habe sich um eine «sehr abgebrühte Mannschaftsleistung» gehandelt, findet der 33-Jährige. «So stellt man sich einen ersten Match vor.»

St.Gallens Trainer Peter Zeidler zeigte Mut und vertraute in der Innenverteidigung erstmals dem talentierten, noch nicht 17-jährigen Eigengewächs Leonidas Stergiou. Der Youngster spielte solid und ruhig und überzeugte durch seine Schnelligkeit und sein Positionsgefühl. Er ist ein Versprechen für die Zukunft. Auch der Ausfall des gesperrten Vincent Sierro fiel kaum ins Gewicht. Der grossgewachsene Musah Nuhu debütierte vor der Abwehr im Zentrum ebenfalls gefällig. St.Gallen hinterliess den aufsässigeren Eindruck, wirkte agiler und entschlossener und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe.

Zürich wenig kreativ

Zürich kam, sieht man von der Startviertelstunde ab, kaum in Schwung, war unausgeglichen, verzeichnete defensive Schwäche, offensive Unentschlossenheit und wenig Kreativität. Zu vieles blieb Stückwerk, und einzelne Akteure wie Benjamin Kololli, Salim Khelifi sowie Marco Schönbächler wurden kaum gesehen. Demgegenüber hatte St.Gallen ein weit spielstärkeres und leichtfüssigeres Mittelfeld – und eben einen Goalgetter wie Simone Rapp.

(SDA/red.)

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Laurien Gschwend
veröffentlicht: 6. Februar 2019 19:29
aktualisiert: 6. Februar 2019 22:50