FCSG überwindet Vaduz-Trauma

David Lendi, 14. Mai 2017, 07:28 Uhr
Tranquillo Barnetta, rechts, jubelt nach dem Penalty zum 2-0, im Fussball Super League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Vaduz.
© KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Im zwölften Anlauf hat es geklappt: Dank den Toren von Haggui und Barnetta bezwingen die St.Galler - zum ersten Mal in der Super League - ihren Angstgegner Vaduz. Nach einer nervösen Startphase richtete es eine Standardsituation. Karim Haggui drückte nach 28 Minuten einen Barnetta-Corner über die Linie. Zwölf Minuten vor Schluss verwandelte Tranquillo Barnetta einen Hands-Penalty zur Vorentscheidung. Hier geht's zu den Spielernoten.

Tor

Daniel Lopar, Note: 4

Das St.Galler Urgestein feierte gestern sein zehnjähriges Jubiläum. Der Start in die Partie verlief für ihn aber alles andere als verheissungsvoll. Er hatte Glück, dass Muntwiler in der Startphase von seinem Katastrophen-Pass nicht profitieren konnte. Danach hatte der Romanshorner wenig zu tun, auch weil die Liechtensteiner meistens das Tor verfehlten.

Verteidigung

Mario Mutsch, Note: 4,5

Machte dort weiter, wo er in Lausanne aufhörte. Obwohl es seine letzte Saison in Grün-Weiss ist, verteidigte er konzentriert und verlässlich. Einzig seine Flanken waren zu ungenau.

Roy Gelmi, Note: 4

Sah hin und wieder unglücklich aus, weil er die Kugel nicht aus der Gefahrenzone brachte oder den Ball nur abfälschen konnte. Sonst sehr solide.

Karim Haggui, Note: 5

Brachte seine Farben mit seinem zweiten Saisontreffer in Führung, als er das Spielgerät mit dem Oberschenkel über die Linie bugsierte. Dieser Treffer war wichtig und gab seiner Mannschaft Sicherheit. Er war auch bei der Penaltyszene direktbeteiligt, als er Grippo im Zweikampf beschäftigte.

Andreas Wittwer, Note: 5

Überzeugte mit einem enormen Laufpensum. Dank seinem Offensiv-Drang provozierte er immer wieder Unsicherheiten in der Vaduzer-Hintermannschaft. Für seinen Aufwand hätte er sich einen Assist verdient gehabt.

Mittelfeld

Toko, Note: 4

Spielte schon auffälliger, trotzdem war er es, der die Liechtensteiner dann und wann an einem Abschluss hindern konnte.

Sejad Salihovic, Note: 4

Im Vergleich zum Lausanne-Spiel konnte sich der Bosnier deutlich steigern. Auch wenn ihm noch nicht alles gelang, waren seine fussballerischen Fähigkeiten in einigen Situationen deutlich zu erkennen.

Tranquillo Barnetta, Note: 4,5

Blieb beim Penalty ganz «tranquillo» und sorgte zwölf Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. Er hatte trotz Tor und Assist einige ärgerliche Ballverluste zu beklagen, steckte aber nie auf und war an vielen Offensiv-Aktionen beteiligt. Kurz nach dem 2:0 wurde er durch Gaudino ersetzt, welcher in den letzten zehn Minuten zu überzeugen wusste.

Sturm

Marco Aratore, Note: 4,5

Die Vaduzer brachten den aufsässigen Wirbelwind nie richtig unter Kontrolle. Er agierte fleissig, war aber vor dem gegnerischen Tor glücklos.

Danijel Aleksic, Note: 4

Machte gestern einen Schritt in die richtige Richtung. Der 26-jährige Serbe ging mutig in den Abschluss und sorgte für rasche Umschaltmomente. Nach einer Stunde  kam Tafer für ihn auf das Feld. Der Franzose brachte zusammen mit Buess nochmals viel Schwung in die Partie.

Albian Ajeti, Note: 4

Hatte während seiner Einsatzzeit kaum nennenswerte Aktionen. Entweder war er auf sich alleine gestellt oder er kam einen Schritt zu spät. Nach einer Stunde kam Buess für ihn in die Partie, der auch als Vorbereiter viele gute Moment hatte.

FM1Today-Teamschnitt: 4,3

Fazit: Die St.Galler starteten nervös in die Partie. Weil die Liechtensteiner von Beginn weg hoch verteidigten, zwangen sie die St.Galler zu vielen Fehlpässen. Die Abschlüsse der Gäste waren aber viel zu harmlos, um das St.Galler-Tor ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In den ersten 45 Minuten konnten die St.Galler - aus dem Spiel heraus - nicht überzeugen. Entgegen dem Spielverlauf ging das Heimteam nach einer Barnetta-Ecke durch Haggui in Führung.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Espen das Spiel besser im Griff. Vor allem mit Buess und Tafer kam nach einer Stunde Leben in die Bude. Contini stellte das 4-3-3-System auf ein 4-1-4-1 um und lauerte auf Konterchancen. Nach teils flüssigen Kombinationen war der letzte Pass aber meistens zu ungenau. Schliesslich stellte Barnetta kurz vor seiner Auswechslung per Penalty auf 2:0.

Dank diesem Sieg haben sich die Espen definitiv aus der Abstiegszone befreit. Der Vorsprung auf den letzten Platz beträgt vier Runden vor Schluss elf Punkte. Das Team von Giorgio Contini kann sich jetzt ohne Abstiegssorgen auf die letzten Spiele vorbereiten. Nächsten Dienstag wartet auf das Team die nächste Prüfung, dann reisen die Espen ins Tessin. Anpfiff im Cornaredo ist um 19:45.

David Lendi
veröffentlicht: 14. Mai 2017 07:28
aktualisiert: 14. Mai 2017 07:28