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FCSG

Gelmi und Lopar machen den Unterschied

Gelmi und Lopar machen den Unterschied

23.09.2015, 08:26 Uhr
· Online seit 22.09.2015, 22:19 Uhr
Mit einem 1:0-Sieg gegen den FC Thun kehrte der FC St. Gallen auf die Strasse der Sieger zurück. Ein Elfmeterkiller und ein Jungspund waren die Matchwinner dieser Affiche. Hier gibt es die Schulnoten für die St. Galler Kicker.
Marco Latzer
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Tor:

Daniel Lopar: Note 5,5. War über weite Strecken beschäftigungslos, hielt dann aber den Elfer von Frontino und verhinderte damit, dass das Spiel zu Thuner Gunsten kippen konnte. Grosse Klasse!

 

Verteidigung:

Martin Angha: Note 4,5. Solid gegen hinten und nach vorne mit dem einen oder anderen Flügellauf. Für den Fleiss gibt es eine 4,5.

Roy Gelmi: Note 5,0. Zuverlässig in der Innenverteidigung unterwegs, dann aber mit dem Lucky-Punch zum 1:0! Damit notiert der 20-jährige Jungspund seinen ersten Super-League-Treffer und bringt für seine Truppe den Sieg in der 85. Minute unter Dach und Fach.

Alain Wiss: Note 4,0. Der Captain fungiert als gewohnt solider und routinierter Abräumer im Abwehrzentrum. Mehr aber auch nicht.

Silvan Hefti: Note 4,0. Unauffällig. Und wäre er ein erfahrener Spieler, hätte er wohl eine 3,5 erhalten. Da es aber erst sein zweites Spiel in der höchsten Schweizer Spielklasse war, setzt es ein genügendes Verdikt ab. Muss seinen Rhythmus aber noch finden.

 

Mittelfeld:

Yannis Tafer: Note 4,0. Seine genialen Einfälle sind eher in der Kategorie «Raritäten» zu finden; von Usus kann nicht die Rede sein. Dennoch lieferte er mit der entscheidenden Eckball-Hereingabe den Assist zum 1:0.

Everton: Note 2,5. Am Kampfeswillen lag es nicht, dass der Brasilianer einen schwachen Abend einzog. Der passte wie immer - ansonsten aber ein absolutes Ärgernis. Buchte seine fast schon obligatorische gelbe Karte und verschuldete einen glasklaren Foulelfmeter. Der schwächste St. Galler auf dem Platz.

Danijel Aleksic: Note 3,5. Auch beim Serben war mehr Licht als Schatten mit von der Partie. Seine Flanken fanden kaum je einen Abnehmer. Wurde in der 70. Minute durch Aratore ersetzt.

Mario Mutsch: Note 4,5. Blüht trotz gehobenem Fussballeralter wieder auf. Wirblig und erstaunlich wendig. Fasste sich in der 28. Minute ein Herz und hatte dabei Pech, dass sein wuchtiger Abschluss nur an den Aussenpfosten ging.

Geoffrey Tréand: Note 3,5. Leistete viel Laufarbeit. Aber das war es dann auch schon. In der 75. Minte ausgewechselt - für ihn kam Lang.

 

Sturm:

Sandro Gotal: Note 3,0. Bemüht aber unauffällig. Verzeichnete lediglich einen Abschlussversuch. Und manche Zuschauer bemerkten erst bei seiner Auswechslung, dass er überhaupt auf dem Rasen stand. Für ihn kam in der 81. Minute Cavusevic, der trotz seiner kurzen Einsatzzeit erst noch eine hochkarätige Chance zu verzeichnen hatte.

 

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt der elf Spieler in der Startformation): 4,0

Fazit: Resultatmässig war es ein gelungenes Debüt für Trainer Joe Zinnbauer. Dass das Spiel gut und gerne auf die andere Seite hätte kippen können, räumte der Deutsche an der Pressekonferenz gleich selbst ein. Die eingefahrenen drei Punkte sind in der aktuellen Situation jedoch überaus wertvoll und Balsam für die St. Galler Fanseele. Auf dem Rasen steht Zinnbauer erst am Beginn seiner Mission und muss seinen Kurs mit dem Team auch zunächst noch finden. Hoffnung auf eine Trendwende beim FCSG sind mit etlichen guten Ansätzen und Bemühungen im Spiel gegen Thun durchaus berechtigt. (mla)

 

veröffentlicht: 22. September 2015 22:19
aktualisiert: 23. September 2015 08:26

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