Harte Wochen für den FC St.Gallen

Stephanie Martina, 9. August 2017, 06:24 Uhr
Ajeti will auch weiterhin in grün-weiss Tore bejubeln.
Ajeti will auch weiterhin in grün-weiss Tore bejubeln.
© Keystone/Benjamin Manser
Heute Abend hat der FC St.Gallen bereits wieder Besuch im Kybunpark. Dieses Mal kommt der Gast aus Luzern. Er dürfte die St.Galler um einiges mehr fordern, als es Sion getan hat, wie Cheftrainer Contini vermutet. Definitiv nicht mehr an Bord ist Ex-Sportchef Christian Stübi. Er wurde freigestellt.

«Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung». Als solchen bezeichnete Cheftrainer Giorgio Contini am vergangenen Sonntag den 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Sion. «Der kleine Schritt vorwärts war, dass wir während 90 Minuten geduldig, konzentriert und kompakt gespielt haben. Jetzt geht es darum, gegen den FC Luzern den nächsten Schritt zu machen», sagt Contini an der Medienkonferenz vor dem heutigen Heimspiel gegen die Innerschweizer.

«Euphorie wäre fehl am Platz»

Die Luzerner zu schlagen, werde keine einfache Aufgabe, betont Contini. «Luzern wird offensiver auftreten als Sion und versuchen, uns früher unter Druck zu setzen.» Umso wichtiger sei es, dass sein Team noch konkreter werde im Umschaltspiel und genauer, was die Zuspiele angehe. Zudem müsse der FC St.Gallen auf seine Tugenden setzten: seine Kampf- und Laufbereitschaft. «Wenn uns das gelingt, sind wir auf einem guten Weg und werden auch belohnt - so wie am Wochenende gegen Sion», ist Contini überzeugt.

Dass die Heimpremiere geglückt ist, sei von grosser Bedeutung für den FCSG. Euphorie wäre jedoch völlig fehl am Platz, betont Contini. «Es wäre vermessen, nach diesem einen Sieg schon euphorisch zu werden. Aber wenn es gut läuft, haben wir die Chance, mit einem positiven Gefühl noch viele Dinge zu verbessern, kritischer anzuschauen und schon gegen Luzern besser zu machen.»

Cheftrainer Giorgio Contini im Interview:

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Englische Wochen für den FCSG

Dem FC St.Gallen stehen zwei strenge, sogenannte «englische» Wochen bevor. Innert 14 Tagen stehen fünf Partien auf dem Programm. Die erste haben die St.Galler gegen Sion bereits für sich entschieden. Nun folgt heute Abend um 20 Uhr der nächste Ernstkampf vor heimischer Kulisse gegen den FC Luzern. Am Cup-Wochenende sind die Espen beim Erstligisten FC Baden zu Gast und am kommenden Mittwoch treten sie erneut die Reise ins Tessin an. Da die Begegnung mit Lugano wegen eines Unwetters nach der ersten Halbzeit abgebrochen werden musste, kommt es zum Nachholspiel. Am Sonntag, 20. August, treten die St.Galler dann nochmals auswärts an: diesmal beim Grasshoppers Club Zürich.

Ex-Sportchef Stübi freigestellt

Nicht mehr dabei ist der ehemalige Sportchef Christian Stübi. Der Verein und Stübi haben sich auf eine Freistellung geeinigt. «Das ist die übliche Vorgehensweise in einer solchen Situation. Denn es ergibt wenig Sinn, wenn jemand, der seine Kündigung eingereicht hat, noch in interne Prozesse einbezogen wird», erklärt FCSG-Mediensprecher Daniel Last. Nun könne sich Christian Stübi auf mögliche neue Aufgaben fokussieren. Im Juni hatte Stübi seine Kündigung auf Ende Jahr eingereicht, nachdem er in den neuen Strukturen des Vereins degradiert und auf eine Stufe mit Trainer Giorgio Contini und Nachwuchschef Marco Otero gestellt worden war.

Bisher hat der Club keinen Nachfolger für Stübi gefunden. Man sei auf der Suche nach einem neuen Sportchef, wolle sich aber zeitlich nicht unter Druck setzen. «Wir wollen keinen Schnellschuss, sondern die bestmögliche Lösung», erklärt Last und fügt an: «Im Augenblick geht es gut ohne Sportchef - es muss auch. Wir verfügen über genügend Kompetenz.»

Mehr Saisonabos verkauft

Kurz vor der vierten Super-League-Runde hat der FCSG 7600 Saisonkarten verkauft. Damit liegen die Zahlen leicht über jenen des Vorjahres: Damals hatte man zum selben Zeitpunkt 7500 Saisonabos verkauft. «Wir sind zufrieden mit den Zahlen. Sie zeigen, dass wir auf unsere treue Anhängerschaft zählen dürfen. Natürlich würde sportlicher Erfolg für zusätzliche Abokäufe sorgen. Deshalb wäre ein Sieg gegen Luzern wichtig.»

Stephanie Martina
Quelle: stm
veröffentlicht: 9. August 2017 06:24
aktualisiert: 9. August 2017 06:24