FCSG

«Luzern ist eine gute Mannschaft – aber wir sind auch nicht irgendjemand»

Sandro Zulian, 16. Oktober 2020, 17:42 Uhr
Peter Zeidler freut sich auf die Partie gegen Luzern am Sonntag.
© (Bild: Michel Canonica / St.Galler Tagblatt)
Drei Spiele, drei Siege. Soweit die Bilanz des FC St.Gallen in der laufenden Saison. Trainer Peter Zeidler will diesen Aufwärtstrend auch im nächsten Auswärtsspiel gegen Luzern beibehalten.

Mit drei Siegen ohne Gegentor gegen Sion, Vaduz und Servette grüssen die Espen mit neun Punkten von der Tabellenspitze. Soweit die positive Bilanz des FC St.Gallen in der laufenden Super-League-Saison. Am Sonntag in Luzern könnte sich diese sogar noch weiter in dieselbe Richtung ausweiten.

An der Medienkonferenz am Freitag gibt sich St.Gallens Cheftrainer Peter Zeidler selbstbewusst: «Luzern hat viele Neuzugänge, das haben wir natürlich mitverfolgt. Sie haben eine gute Mannschaft, aber wir sind auch nicht irgendjemand.» Speziell auf seine «Jungs, die wir im Kader haben,» ist der 58-Jährige stolz, gibt sich aber im nächsten Satz gleich wieder gewohnt bescheiden: «Am Sonntag sehen wir, wo wir stehen.»

«Un mois et demi»

Nicolas Lüchinger, der am Freitag Geburtstag feierte, hat weiterhin mit einem Knorpelschaden zu kämpfen. Der Rheintaler wird wohl noch einige Zeit ausfallen.

Anders sieht die Lage bei Stürmer Lorenzo Gonzalez aus. Er mache ein gutes Training mit seinen Reha-Coaches, Zeidler sieht ihn auf einem guten Weg. Und auch Gonzalez selbst sei der Überzeugung, bald wieder voll mittun zu können. Auf die Frage, wann er denke, wieder einsatzfähig zu sein, antwortete Gonzalez laut Zeidler: «Un mois et demi» – sechs Wochen.

Mit Boris Babic ist auch ein weiterer Mittelstürmer auf dem Weg der Besserung. Im Testspiel gegen Dornbirn hat das 22-jährige St.Galler Eigengewächs 60 Minuten absolviert. Zeidler sagt mit einem Augenzwinkern: «Wenn er morgen im Abschlusstraining ein Tor schiesst, ist er im Kader. Aber der trifft praktisch in jedem Training.»

Und auch die Causa Betim Fazliji wird von einem Journalisten angesprochen. Muskuläre Probleme soll der Mittelfeldspieler in der U21-Nationalmannschaft gehabt haben. Zeidler bestätigt das. Fazliji trainiere seit Donnerstag wieder voll mit, sagt Zeidler. «Den müsste man fast von Beginn weg aufstellen».

Kwadwo Duah sucht Wohnung in St.Gallen

Kwadwo Duah, der 23-jährige Mittelfeldspieler, der Mitte August vom FC Wil gekommen ist, sei ebenfalls vielversprechend, so Zeidler: «Er ist ein sehr interessanter Spieler, obwohl er schon 23 ist.» Man sei froh, ihn zu haben, allerdings sei beim schweizerisch-ghanaischen Doppelbürger noch viel Luft nach oben vorhanden.

Der in London geborene Rechtsfüsser komme stets hochmotiviert und mit einem Lächeln ins Training. Aus Sportchef-Kreisen rund um Alain Sutter habe Zeidler vernommen, dass Duah nun in St.Gallen auf Wohnungssuche sei: «Das ist ein gutes Zeichen», meint der Übungsleiter.

Das Coronavirus ist immer noch da

Und auch das Coronavirus ist ein steter Begleiter der grün-weissen Medienkonferenzen. Wegen der steigenden Fallzahlen erhöht sich auch der Druck auf den Verein, der bei Heimspielen auch weiterhin bis zu 10'000 Personen in den Kybunpark lassen will. FCSG-Mediensprecher David Gadze sagt dazu: «Wir wollen mit allen Mitteln verhindern, dass es zu Infektionen kommt.»

Das Spiel könnt ihr am Sonntag ab 16 Uhr im Liveticker auf FM1Today mitverfolgen.

Sandro Zulian
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 17. Oktober 2020 06:47
aktualisiert: 16. Oktober 2020 17:42