Kybunpark

Nach Online-Buchung: FCSG platziert seine Fans um

Laurien Gschwend, 30. September 2020, 16:23 Uhr
Fanen ist im Kybunpark nur mit Maske möglich.
© Keystone
Der FC St.Gallen spielt ab Sonntag vor 10'000 statt bislang 1000 Fans. Diese konnten online einen Platz auswählen – was nur bedingt etwas brachte.

Endlich wieder ein bisschen Normalität: Ab Oktober dürfen 10'000 Fans den FC St.Gallen im Stadion anfeuern. Das Schutzkonzept sieht vor, dass alle Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen müssen. Auch jene, die normalerweise in den Fansektoren D2 und D3 stehen.

Besitzer eines Saisonabonnements konnten vergangenes Wochenende online einen Sitzplatz für das Heimspiel vom Sonntag gegen Servette buchen. Die Vorfreude auf das erste Spiel mit volleren Rängen war offenbar derart gross, dass der Ticketshop zwischenzeitlich überlastet war.

Vergass der FCSG die Abstände?

Tatsächlich können aber nicht alle Fans auf den reservierten Plätzen sitzen, die betroffenen Personen wurden in den letzten Tagen kontaktiert. Im Fanforum ist die Rede von 600 Fans, die woanders sitzen müssen – weil der Club vergessen habe, genügend Sperrplätze und damit Abstand zwischen den Fans einzuplanen.

FCSG-Mediensprecher David Gadze winkt ab: Es sei zwar richtig, dass einige Fans in den Sektoren D2 und D3 umplatziert werden mussten. «Falsch ist aber, dass die Abstände bei der Planung vergessen worden sein sollen.»

Gleichmässige Verteilung

Bei der Massnahme gehe es nicht in erster Linie um Abstände. Fans könnten nach wie vor in Gruppen nebeneinander sitzen. Ziel sei es, die Zuschauerinnen und Zuschauer möglichst gleichmässig auf die verschiedenen Sektoren zu verteilen. «Nur so ist es überhaupt möglich, diesen Sonntag 10'000 Fans zum Heimspiel gegen den Servette FC in den Kybunpark zu lassen», schreibt Gadze in einem Statement.

Die Kapazität der Sektoren D2 und D3 mit Stehplätzen sei viel höher als mit Sitzplätzen, weshalb der Sektor D mit den bereits bestehenden Saisonabos «gewissermassen überbucht» sei. Deshalb habe der FC St.Gallen die Besucherinnen und Besucher angerufen und sie in andere Sektoren umgebucht. Es werde gemeinsam nach einer Lösung gesucht. «Die meisten von ihnen zeigen Verständnis und freuen sich, wieder in den Kybunpark kommen zu können.»

Ein Teil der Fans wurde in die Sektoren D1 und D4 oder in einen anderen Sektor umgebucht. Die Massnahme betrifft laut Gadze nicht nur die Sektoren D2 und D3, dort handle es sich um rund 400 Personen.

Nur Abonnenten im Stadion

Die verfügbaren 10'000 Plätze im Kybunpark werden über Saisonabos abgesetzt. Wie viele Abonnenten es diese Saison sind, kann der FC St.Gallen auf Anfrage noch nicht sagen. Dies, weil sich neben den 8500 Personen, die bereits ein Abo gekauft hatten, auch noch einige auf der Warteliste befanden. «Sie konnten nun ebenfalls noch ein Abo abschliessen», teilt Gadze mit.

Die Fans halfen übrigens dabei, den Sektor D zu bestuhlen und aus dem Kybunpark ein vollständiges Sitzplatzstadion zu machen. Mehr dazu im Video:

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Quelle: tvo

In allen Bereichen des Kybunparks gilt eine Maskenpflicht. Bei Krankheitssymptomen müssen die Fans daheim bleiben. Das Spiel gegen Servette mit 10'000 Fans ist ein Probelauf, der Club will die Situation gemeinsam mit den Behörden laufend überprüfen. Bis der Bundesrat grünes Licht für Grossevents ab Oktober gab, galt im Kybunpark eine Obergrenze von 1000 Fans.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. September 2020 16:27
aktualisiert: 30. September 2020 16:23