FC St.Gallen

Quintillà über seine Freistösse: «Harte Arbeit, nicht wirklich Talent»

29. September 2020, 17:08 Uhr
Jordi Quintillà hat mit seinen erst 26 Jahren schon viel zu erzählen.
© Lisa Jenny/St.Galler Tagblatt
Der neue FCSG-Captain Jordi Quintillà hat im Interview mit «The Soccer Lounge» über seine Freistoss-Künste gesprochen und auch einen Vergleich zwischen seinem Ex-Trainer Pep Guardiola und seinem heutigen Trainer Peter Zeidler gezogen.

Er spricht schon fast perfekt Deutsch. Jordi Quintillà ist definitiv in der Ostschweiz angekommen. Seit dieser Saison ist der 26-jährige Spanier Captain beim FC St.Gallen und stellte sich den Fragen in «The Soccer Lounge».

Dass er überhaupt Captain wurde, «verdankt» Quintillà dem Abgang Silvan Heftis zu den Young Boys. Wie hat das Team diesen Wechsel und den Verlust von Cedric Itten und Ermedin Demirović verkraftet? «Es ist für jedes Team schwierig, wenn man wichtige Spieler verliert. Aber der FC St.Gallen hat einen super Job bei der Verpflichtung neuer Spieler gemacht. Wir schauen jetzt, dass sich diese möglichst schnell an unseren Stil gewöhnen», sagt Quintillà.

«Ordnung ins Chaos bringen»

Der Mittelfeldspieler hat in seiner Jugend schon viel erlebt, so trainierte er schon unter Pep Guardiola beim Nachwuchs des FC Barcelona. Wie unterscheidet sich der Star-Trainer von seinem jetzigen Trainer Peter Zeidler? Quintillà: «Es gibt viele Unterschiede. Zeidler will Ordnung ins Chaos bringen. Er will gegen hinten kein Risiko und gegen vorne volles Risiko. Insbesondere im letzten Drittel des Spiels sollen wir möglichst viel Risiko eingehen, auch mal den Ball verlieren und rasch wieder erobern. Pep will von hinten bis vorne totale Kontrolle.»

Keine Individualisten

Überhaupt hat Quintillà nur lobende Worte für Zeidler: «Er will, dass jeder nur ans Team denkt. Bei uns gibt es keine Individualisten. Wir haben dank Zeidler nur ein gemeinsames Ziel.» Dass es für den FCSG bereits wieder so gut läuft, erklärt der Spanier folgendermassen: «Wir haben verstanden, was man machen muss, um Erfolg zu haben: Gut schlafen, gut trainieren und gut essen. Dann kannst du auch Spiele gewinnen.»

Ein entscheidender Faktor in der vergangenen Saison für den Erfolg waren die von der ganzen Liga gefürchteten Freistösse Quintillàs. «Dahinter stecken viele Stunden Arbeit, nicht wirklich Talent. Nach dem Training machen wir gerne noch ein paar Extra-Übungen. Aber wir haben noch andere Spieler, die sehr gut Freistösse schiessen können.»

Was Jordi Quintillà in seiner Freizeit macht und was seine Pläne für die Zukunft sind, siehst du im ganzen Interview mit «The Soccer Lounge».

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. September 2020 18:24
aktualisiert: 29. September 2020 17:08