Rassismus-Vorwürfe nach FCSG-Spiel

René Rödiger, 10. Juli 2019, 19:16 Uhr
Jordi Osei-Tutu verlässt unter Tränen den Platz.
Jordi Osei-Tutu verlässt unter Tränen den Platz.
© Youtube/VfL Bochum
Beim Testspiel des FC St.Gallen gegen den VfL Bochum vom Dienstag ist offenbar Jordi Osei-Tutu rassistisch beleidigt worden. Er verliess den Platz tränenüberströmt. Bochum überlegt sich rechtliche Schritte.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit ist es zum Skandal gekommen. Beim Testspiel des FC St.Gallen gegen den Zweitligisten VfL Bochum verliert Jordi Osei-Tutu die Fassung. Mehrere Spieler versuchen die Arsenal-Leihgabe zu beruhigen, dieser verlässt tränenüberströmt den Platz.

Im Video ist die Szene ab Minute 50 zu sehen:

Nach Gesprächen mit dem Trainer, den Spielern und dem Schiedsrichter kehrt er wieder auf den Platz zurück. Offenbar wurde der Rechtsverteidiger rassistisch beleidigt. Bochum schreibt dazu auf Twitter: «Der Vorfall wird weiter mit allen Beteiligten aufgearbeitet. Der Verein behält sich rechtliche Schritte vor.»

https://www.twitter.com/VfLBochum1848eV/status/1148871053659267072

Der 20-jährige Osei-Tutu selbst hat auf Instagram ein Video mit dem Zusatz «Say No To Racism» gepostet.

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Quelle: Instagram/Jordi Osei-Tutu

Laut «Blick» sei der Espe Slimen Kchouk (25) für den rassistischen Vorfall verantwortlich. Der Klub bestätigt diesen Namen zwar nicht, habe aber Kenntnis von den Rassismusvorwürfen. FCSG-Mediensprecher Daniel Last sagt: «Wir werden mit dem Spieler reden und den Fall aufarbeiten. Sollten sich die unbestätigten Vorwürfe erhärten, hätte dies natürlich Konsequenzen für den Spieler.»

In einem Statement schreibt der FC St.Gallen: «Der FC St.Gallen stellt klar, dass er jede Form von Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt. Entsprechende Verfehlungen würden ohne jeden Toleranzspielraum sanktioniert.» Der Klub sei «mit unseren Spielern aus verschiedenen Ländern und Kulturen» ein Beispiel für gegenseitiges Verständnis und Toleranz. Die Spieler würden einen respektvollen Umgang miteinander, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion pflegen. «Der betroffene Spieler hat in einem klärenden Gespräch mit den Verantwortlichen glaubhaft versichert, sich auch gestern daran gehalten zu haben.»

Der FC St.Gallen 1879 stellt klar, dass er jede Form von Rassismus und Diskriminierung aufs Schärfste verurteilt....

Gepostet von FC St.Gallen 1879 am Mittwoch, 10. Juli 2019

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 10. Juli 2019 11:46
aktualisiert: 10. Juli 2019 19:16