FC St.Gallen

Sportchef Sutter: «Was wir jetzt machen, ist steril»

6. November 2020, 07:08 Uhr
FCSG-Sportchef Alain Sutter spürt die Coronakrise auf dem Transfermarkt kaum.
© Keystone
Nach nur einem einzigen Spiel vor knapp 10'000 Fans musste der FC St.Gallen zu Geisterspielen zurückkehren. Das wirkt sich deutlich aufs Spielgefühl des Teams aus, wie Sportchef Alain Sutter sagt.

Wie viel Sinn ergibt es noch, die Meisterschaft fortzuführen? FCSG-Sportchef Alain Sutter will dazu kein öffentliches Statement abgeben. «Die Realität ist, dass sie noch läuft», sagt er im Interview mit dem St.Galler Tagblatt.

«Leben und Emotionen sind weg»

Das aktuelle Massnahmenpaket des Bundesrats sieht vor, dass keine Grossanlässe mehr stattfinden dürfen, was für Clubs wie den FC St.Gallen faktisch Geisterspiele bedeutet. Lediglich 50 Personen dürfen in den Kybunpark. «Natürlich sind das Leben und die Emotionen weg», sagt Sutter. Zuschauer seien die Existenzgrundlage des Fussballs. «Was wir jetzt machen, ist steril, das Erlebnis ist nicht vergleichbar, auch für die Spieler nicht.»

Auf dem Transfermarkt spürt der frühere Schweizer Nationalspieler allerdings kaum Veränderungen. «Der Hauptunterschied ist, dass ich die Spieler nicht mehr vor Ort in anderen Ländern beobachten konnte und kann.»

«Quintillà darf bleiben»

Captain Jordi Quintillàs Vertrag läuft im Sommer aus. Darf er trotz Corona bleiben? Der Spanier hat laut Sutter nie gesagt, dass er weiterziehen wolle. «Er hat die Möglichkeit, hier einen neuen Vertrag zu unterschreiben.» Corona habe darauf keinen Einfluss. Auch wenn sich die Pandemie aufs Budget und die Transfers auswirke.

(lag)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 6. November 2020 07:08
aktualisiert: 6. November 2020 07:08