St.Galler können Luzern-Fluch nicht besiegen

David Lendi, 27. August 2018, 05:38 Uhr
Kein Durchkommen: Der FC St.Gallen verliert gegen den FC Luzern mit 1:0.(KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Kein Durchkommen: Der FC St.Gallen verliert gegen den FC Luzern mit 1:0.(KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Vieles hat sich beim FC St.Gallen in den letzten Monaten verändert. Neuer Präsident, neuer Sportchef, neuer Trainer und neue Spieler auf dem Platz. Etwas bleibt aber gleich: Die Katastrophen-Bilanz gegen den FC Luzern hält an. Zum sechsten Mal in Folge feiern die Zentralschweizer gegen den FC St.Gallen einen Vollerfolg. Hier geht's zu den Spielernoten.

Tor

Dejan Stojanovic, Note: 4

Hatte vor dem 0:1 Pech, da er den Ball im Duell gegen Vargas nicht festhalten konnte. Gleichzeitig musste St.Gallens Schlussmann aber auch Glück in Anspruch nehmen. Mehrere Male wehrte er die Kugel nach vorne ab.

Verteidigung

Nicolas Lüchinger, Note: 3

Kam wie die ganze Mannschaft nie richtig auf Betriebstemperatur. Obwohl nach vorne vieles über seine Seite lief, blieben seine Flankenversuche viel zu oft an einem Luzerner-Bein hängen.

Silvan Hefti, Note: 3,5

Sah gegen die Luzerner Offensivkräfte nicht immer gut aus. So auch vor dem 0:1, als er die Schürpf-Hereingabe nicht verhindern konnte.

Milan Vilotic, Note: 3

Strahlte nicht die Sicherheit aus, welche man von ihm erwarten darf. Sattelfest sieht anders aus. Nach 60 Minuten machte der Serbe für Sierro Platz.

Andreas Wittwer, Note: 3

Probierte beim 0:1 die Kugel im letzten Moment zu klären, hatte aber gegen den heraneilenden Voca das Nachsehen. In der Vorwärtsbewegung zu harmlos und zu unpräzis.

Mittelfeld

Dereck Kutesa, Note: 3,5

Enttäuschender Auftritt des 20-jährigen. Machte während seiner Einsatzzeit keine Eigenwerbung und tauchte nach dem Seitenwechsel völlig ab. Nach 72 Minuten wurde er durch Barnetta ersetzt.

Jordi Quintilla, Note: 3,5

Auch der Spanier fand keine Lösung, um die tiefstehende Luzerner-Wand zu durchbrechen. Auch er leistete sich zu viele Abspielfehler und Unkonzentriertheiten.

Majeed Ashimeru, Note: 4

Sehr passsicher und technisch versiert, seine Klasse liess er aber zu wenig aufblitzen. Trotzdem: Bester Akteur in einer schwachen Mannschaft.

Vincent Sierro, Note: 4

Durfte für die letzten 30 Minuten ran. Defensiv stabil und clever, nach vorne aber ohne Einfluss.

Tranquillo Barnetta, Note: 4

Kam für die letzten 20 Minuten auf den Platz und sorgte beim eigenen Anhang mit zwei Flanken für eine erhöhte Herzfrequenz.

Sturm

Yannis Tafer, Note: 2,5

Ist nie im Spiel angekommen. Nach wie vor rennt er seiner Bestform hinterher. Zehn Minuten vor Schluss wurde er erlöst und durch Buess ersetzt.

Cedric Itten, Note: 3,5

Kurz vor der Pause scheiterte er mit seinem Kopfball am Aussenpfosten. Im zweiten Durchgang hatte er seine zweite Kopfballgelegenheit, nickte eine Barnetta-Flanke aber am linken Pfosten vorbei. Mit den Füssen hatte St.Gallens bester Skorer keine Aktion.

Nassim Ben Khalifa: 3

Verzeichnete im ersten Abschnitt einen Abschluss, dies nach einer kurz getretenen Ecke. In den zweiten 45 Minuten blieb er blass.

Roman Buess, Note: -

Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

 

FM1Today-Teamschnitt: 3,4

Vor rund 12'000 Zuschauern lieferten sich die beiden Teams einen müden Kick. Viele Fehlpässe auf beiden Seiten prägten eine schwache Partie. Die Hausherren konnten sich während der ganzen Partie kaum nennenswerte Torchancen erarbeiten. Bei fast jedem Angriffsversuch blieben die Espen an einem Luzerner hängen, bevor es überhaupt gefährlich werden konnte. «Wir sind nie richtig in den Rhythmus gekommen und haben in der zweiten Halbzeit unsere defensiven Aufgaben nicht wahrgenommen», äusserte sich Peter Zeidler kurz nach Spielschluss. Auch von der Mentalität im zweiten Durchgang sei er enttäuscht. Für die Gäste kam das Spiel gegen die Ostschweizer wie gerufen. Die Zentralschweizer gewinnen bereits das sechste Aufeinandertreffen in Serie. Voca erzielte nach 55 Minuten das einzige Tor des Spiels.

Statt sich im vorderen Drittel der Tabelle festzusetzen, grüssen die St.Galler nach fünf gespielten Runden vom fünften Tabellenplatz. Auch vom erklärten Ziel, eine Heimmacht zu werden, ist man Stand jetzt weit entfernt. Vor eigenem Anhang konnten die St.Galler in dieser Saison nur gegen Thun gewinnen. Das nächste Spiel bestreiten die Espen nächsten Sonntag bei Aufsteiger Neuchâtel Xamax. Anpfiff ist um 16:00 Uhr.

David Lendi
veröffentlicht: 27. August 2018 05:38
aktualisiert: 27. August 2018 05:38