St.Galler verunsichert und unentschlossen

René Rödiger, 28. April 2019, 18:54 Uhr
Mit dem 0:3 gegen Basel, der achten Heimniederlage in dieser Saison, rutscht der FC St. Gallen mitten in den Abstiegskampf. Der in allen Belangen überlegene FCB bleibt in diesem Jahr ungeschlagen.
Die St.Galler hatten auch Pech gegen Basel.
© KEYSTONE/Eddy Risch

Ricky van Wolfswinkel mit einem Kopfballtor in der 21. Minute nach Massflanke von Blas Riveros, Samuele Campo (65.) nach herrlichem Doppelpass mit Kevin Bua sowie Valentin Stocker (82.) erneut nach einem Assist von Bua markierten die Treffer im einseitigen Kräftemessen. St. Gallen fehlte es nicht an Einsatz und Willen, sondern schlicht an Klasse und Qualität, um Basel zu fordern.

Tranquillo Barnetta sagt gegenüber FM1Today: «Man kann den Jungs nichts vorwerfen. Aber wenn nichts zusammenpasst, dann muss man zusammenstehen.» Stets wird mit dem gleichen System versucht, den Ball ins gegnerische Tor zu kombinieren, statt Spielverlagerungen vorzunehmen, schnelle, gradlinige Gegenstösse auszulösen oder manchmal entschlossen aus der Distanz das Glück zu suchen. Zudem fehlt es den Ostschweizern an der Passqualität und am Umsetzungsvermögen. Auch Simone Rapp meint: «Es tut weh. Wir haben nicht ein so schlechtes Spiel gemacht. Aber Basel war souverän vor dem Tor und dann kassieren wir halt diese Niederlage.»

St. Gallen hat nach nur einem Sieg aus den acht letzten Partien nur noch drei Punkte Reserve auf den Barrage-Platz. «Wir müssen ruhig bleiben», sagte Trainer Zeidler enttäuscht und haderte mit dem Lattenkopfball von Simone Rapp und der nicht mit einem Penalty geahndeten Attacke von Marek Suchy gegen Majeed Ashimeru, dem noch aktivsten Ostschweizer.

Basels Trainer Marcel Koller liess rotieren, was den Spielfluss aber keineswegs störte. Die Gäste liessen St. Gallen geschickt auflaufen, machten vor allem nach der Pause die Räume eng und besassen eine Vielzahl erstklassiger Torchancen. Vor dem 1:0 hätte Basel bereits 3:0 führen können. Wenn der FCB, einmal in Ballbesitz, konterte, genau, schnell und gekonnt seine Gegenstösse auslöste, wurden St. Gallens Defensivschwächen offenkundig. Das Resultat widerspiegelt die klaren Verhältnisse. Es bestand in diesem Spiel vor 13'755 Besuchern ein Klassenunterschied.

St. Gallen - Basel 0:3 (0:1)

13'755 Zuschauer. - SR Erlachner. - Tore: 21. van Wolfswinkel (Riveros) 0:1. 65. Campo (Bua) 0:2. 82. Stocker (Bua) 0:3.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti (45. Wittwer), Vilotic, Stergiou (74. Kutesa), Lüchinger; Quintillà (46. Nuhu); Sierro, Ashimeru; Bakayoko, Rapp, Barnetta.

Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Suchy, Riveros; Xhaka (61. Frei), Kuzmanovic; Zhegrova (46. Bua), Campo (81. Zuffi), Stocker; Van Wolfswinkel.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Itten, Tafer und Wiss (beide verletzt), Kchouk, Koch, Kräuchi, Muheim und Ben Khalifa (alle nicht im Aufgebot). Basel ohne Balanta (verletzt), Hansen (krank), Okafor und Petretta (nicht im Aufgebot). 200. SL-Spiel von Taulant Xhaka. 2. Pfostenschuss von Campo. 35. Lattenkopfball von Rapp. Verwarnung: 80. Vilotic (Foul).

René Rödiger
Quelle: SDA/red.
veröffentlicht: 28. April 2019 18:22
aktualisiert: 28. April 2019 18:54
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