FCSG gegen Basel

Trainer Zeidler: «Brauchen ein ausserordentlich gutes Spiel»

Christoph Thurnherr, 22. Juli 2020, 06:38 Uhr
Ein Spielende wie im Februar dürfte die St.Galler Fans freuen.
© Andy Müller / Freshfocus
Nach der Niederlage gegen Thun stehen für den zweitplatzierten FCSG noch vier Spiele an. Und jetzt steht mit Basel ein dicker Brocken auf dem Programm. Bei allem Respekt vor dem Gegner ist Trainer Peter Zeidler aber zuversichtlich.

Langer Ball aus der Abwehr, Itten nimmt mit der Brust an und lüpft den Ball über die Abwehr. Der schnelle Axel Bakayoko zieht aus spitzem Winkel ab. Und wie: Der Ball knallt laut an den Pfosten, springt hin zum richtig stehenden Ribeiro, der den 2:1-Siegtreffer erzielt.

Danach kollektiver Ausnahmezustand und Siegesrausch. Die dramatischen Szenen in der dritten Minute der Nachspielzeit zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Basel gehören wohl zu den besten Momenten dieser Super-League-Saison.

Die Erinnerung kommt einem vor wie eine andere Zeit, und das ist auch so. Denn dieses Spiel war Anfang Februar, vor fast einem halben Jahr. Erst jetzt folgt die nächste Begegnung.

«Keine Fahrradtour, sondern Siesta» 

Spiele gegen den Schweizer Fussballgiganten sind eine Herausforderung. Dessen ist sich auch Trainer Peter Zeidler bewusst, der sich an der Medienkonferenz kämpferisch gibt: «Ich weiss, dass wir eine gute Chance haben. Wir brauchen dazu ein ausserordentlich gutes Spiel. Ich habe es aber im Gefühl, dass wir so eines liefern.»

Ein gutes Spiel reicht jedoch nicht immer, das zeigte der Match gegen Thun. St.Gallen dominierte das Spielgeschehen, fand gegen die kompakt verteidigenden Thuner jedoch nicht das richtige Mittel und verlor mit 1:2.

Vergessen hat das noch keiner – wie auch, war ja erst am Sonntag. Die Erholung steht bei den St.Gallern deswegen zuoberst auf der Prioritätenliste. «Die Jungs wissen schon, was sie zu tun haben», sagt Peter Zeidler. «Die machen jetzt eher keine Fahrradtour, sondern Siesta. Nicht nur die Spanier.»

«Weiss genau, wie wir anfangen»

Überraschungen in der St.Galler Startaufstellung gibt es selten bis nie. Nicht nur Zeidlers erste Elf sieht üblicherweise gleich aus, auch die Auswechslungen sind meist ähnlich. Am Mittwochabend könnte man aber auch neue Gesichter entdecken.

«Wir werden uns mit 22 Spielern treffen. Es ist toll, dass wir nur wenige Langzeitverletzte haben und aus dem Vollen schöpfen können», sagt Zeidler.

Ob tatsächlich jemand «Neues» auf der Bank sitzen wird, dahingehend gibt sich Zeidler bedeckt. Man werde sicher nicht gleich zehn oder elf Mann auswechseln. Dazu kommt, dass einige bekannte Ergänzungsspieler gute Erinnerungen gegen Basel haben dürften.

Allen voran André Ribeiro, der letzte Siegtorschütze gegen Basel. Und dann ist da noch Axel Bakayoko, der eben jenes Tor mit seinem raketenhaften Schuss vorbereitete und mit seiner Vorlage im Spiel gegen Thun Selbstvertrauen tanken konnte.

Auch wenn es personell noch kleinere Verschiebungen geben könnte, hat sich der Trainer Ausnahmsweise schon früh festgelegt. Bereits an der Medienkonferenz am Dienstag sagte er: «Ich weiss diesmal schon jetzt genau, wie wir anfangen.» Das klingt doch vielversprechend.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Juli 2020 06:38
aktualisiert: 22. Juli 2020 06:38