«Trotz Kälte sind wir heiss auf Lugano»

Lara Abderhalden, 25. Februar 2018, 11:40 Uhr
Der Exploit gegen den FC Basel befeuert den FC St.Gallen. Das Vertrauen in das Siegen ist laut Trainer Giorgio Contini zurück. Deshalb wollen die Espen am Sonntag gegen den FC Lugano an den Basel-Erfolg anknüpfen und trotz Minustemperaturen zu Höchstleistungen auflaufen.

Es wird kalt. Eiskalt. Minus fünf bis zehn Grad sind prognostiziert. Nicht gerade ein «Gspass» bei diesem Wetter draussen Fussball zu spielen oder zu schauen. «Wir merken schon, dass wir weniger Tickets im Vorverkauf verkauft haben», sagt Daniel Last, Mediensprecher vom FC St.Gallen. 9'000 waren es bis Freitag. Beim ersten Heimspiel nach der Winterpause gegen Zürich waren es um die 13'000 Zuschauer.

«Mussten im Training improvisieren»

Von gefrorenem Rasen und schlotternden Beinen lässt sich Trainer Giorgio Contini aber nicht einschüchtern: «Es war extrem kalt diese Woche, wir mussten im Training improvisieren, weil der Kunstrasen gefroren war, dennoch sind wir von innen heiss auf den Match, heiss auf den Sieg.» Die Bedingungen am Wochenende sind speziell, nicht nur wegen des Wetters, sondern auch wegen der personellen Situation in der Mannschaft.

Sieben verletzte Spieler

Sieben Spieler sind verletzt. Silvan Gönitzer, Danijel Aleksic, Peter Tschernegg, Nico Krucker, Nicolas Lüchinger, Karim Haggui und Adonis Ajeti fallen verletzungsbedingt aus. Bereits beim Spiel gegen Basel konnten sieben Spieler nicht auflaufen. Peter Tschernegg ist dazu gekommen, Toko kann wieder spielen.

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Vertrauen in junge Spieler

Die vielen Ausfälle beim FC St.Gallen sind aber nicht zwingend ein Minuspunkt: «Neue Spieler wittern ihre Chance und können diese packen. Als Trainer fokussiere ich mich zu hundert Prozent auf die Spieler die fit sind und stelle den Matchplan entsprechend zusammen.» Er wolle nicht jenen nachtrauern, die verletzt sind, sondern grosses Vertrauen denen entgegenbringen, die fit und gesund sind.

Am vergangenen Wochenende gegen Basel hat sich das zusammengewürfelte Team bewährt. Spieler wie der19-jährige Jaspar Van der Werff kamen zum Einsatz. Gut möglich, dass er auch gegen Lugano auf der Platte steht. Contini: «Der Einstand ist ihm gelungen. Er wird aber schnell merken, dass es im zweiten und dritten Spiel auch einmal schwieriger werden kann.»

«Lugano hat ein grosses Selbstvertrauen»

Zur personellen Situation kommt erschwerend hinzu, dass Lugano im Moment einen Lauf hat. Die Tessiner sind ohne Gegentor in die Rückrunde gestartet und konnten jedes Spiel gewinnen. Dies nicht zuletzt weil die Doppelbelastung durch die Europa League-Spiele weggefallen ist: «Lugano hat derzeit ein grosses Selbstvertrauen, sie bekommen wenige Tore, sind unberechenbar. Wir müssen sehr organisiert und taktisch spielen, gegenseitig Fehler ausbaden und füreinander einstehen. Wenn wir sogar Basel vor Probleme stellen können, besteht diese Möglichkeit bestimmt auch gegen Lugano.»

FCSG verfolgt Olympia gespannt

Die Motivation nach dem Sieg über Basel war zu Wochenbeginn in der Mannschaft spürbar: «Das Vertrauen ist da. Wir haben vieles richtig gemacht», sagt Contini und mit genau diesem Gefühl möchte man am Sonntag Lugano begegnen.

Für Olympia bleibt den St.Gallern übrigens auch ab und zu Zeit: «Natürlich werden die Spiele geschaut. Das gehört zur Tradition. Leider sind die Zeiten nicht immer optimal, aber wir freuen uns wenn der Medaillenspiegel von Tag zu Tag steigt.»

Lara Abderhalden
Quelle: abl
veröffentlicht: 25. Februar 2018 07:34
aktualisiert: 25. Februar 2018 11:40