FCSG - AEK Athen 0:1

«Unglaublich schade» – Espen verabschieden sich aus der Europa League

24. September 2020, 22:50 Uhr
Ein Penalty macht den Espen einen Strich durch die Rechnung. Der FC St.Gallen verliert im Kybunpark mit 0:1 gegen AEK Athen und scheidet aus der Europa League Qualifikation aus.

Lawrence Ati-Zigi und der FC St.Gallen haben in der letzte Saison eine ambivalente Beziehung zu Penaltys aufgebaut. Vor einem halben Jahr, im Spitzenspiel gegen den späteren Meister YB, entriss ein später und strittiger Penaltyentscheid den St. Gallern drei Punkte. Im Qualifikationsspiel zur Europa League gegen den griechischen Spitzenklub AEK Athen kam diesbezüglich ein weiteres Kapitel hinzu. Erneut raubte den Ostschweizern ein umstrittener Penaltyentscheid ein mögliches Happy-End.

In der 71. Minute entschied der spanische Schiedsrichter Alejandro Hernandez nach einem regulären Zweikampf im St.Galler Strafraum auf Penalty für die Gäste. Der zuvor im Strafraum zu Fall gekommene Nelson Oliveira nutzte die Offerte im zweiten Versuch zum entscheidenden 1:0: Nachdem Zigi den Penalty hatte parieren können, drückte der portugiesische Angreifer den Nachschuss ins Tor. In der Folge verhinderten clever agierende Griechen und schwindende Kräfte beim Heimteam eine spannende Schlussphase.

«Es ist unglaublich schade»

«Aus meiner Sicht war es zweifelhaft, ob es ein Penalty war. Es ist schade, dass das Europa-Abenteuer schon wieder vorbei ist. Das ist schwer zu verkraften. Trotzdem Gratulation an den Gegner», sagt FCSG-Trainer Peter Zeidler nach dem Spiel gegenüber SRF. Auch Lukas Görtler ist enttäuscht: «Wir haben alles gegeben und es ist unglaublich schade, dass der Europa-League-Traum nun aus ist.» Auf die Tapferkeitsmedaille will er aber verzichten: «Die könnt ihr behalten.»

St.Gallen tat auch gegen AEK Athen von Beginn an so, wie man es sich vom Ostschweizer Klub aus der letzten Saison gewohnt war. Das junge Team von Coach Peter Zeidler ignorierte die Favoritenfrage, trat aggressiv, offensiv und frech auf. Nach 74 Sekunden überraschte Aussenverteidiger Alessandro Kräuchi die Griechen mit einem ersten mutigen Vorstoss, in der 4. Minute verhinderte AEK-Goalie Panagiotis Tsintotas mit einem starken Reflex den St.Galler Treffer in extremis. Eine Flanke von Basil Stillhart wurde durch Emanuel Insua aufs eigene Tor abgelenkt, Tsintotas lenkte den Ball über das Tor.

Eine der drängendsten Fragen rund um dieses St.Galler Team zum Beginn der Saison ist die des Substanzverlusts. Ein erstes Indiz diesbezüglich bot Kwadwo Duah rund zehn Minuten vor der Pause. Der aus Wil verpflichtete Ersatz für die ins Ausland abgewanderten Offensiv-Leader Ermedin Demirovic und Cedric Itten erschlich sich durch Chuzpe und einen horrenden Antritt die beste St.Galler Möglichkeit der Partie. Doch so gut der 23-jährige Angreifer die unpräzise Kopf-Rückgabe der Griechen antizipierte, so sehr fehlten ihm beim Abschluss alleine vor Tsintotas dann die Kaltblütigkeit seiner beiden Vorgänger.

Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen:

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 24. September 2020 20:24
aktualisiert: 24. September 2020 22:50