«Wir brauchen ein kompaktes Kollektiv»

Leila Akbarzada, 14. Oktober 2017, 15:32 Uhr
Am Sonntag trifft der FC St.Gallen auf den FC Sion. Die Espen haben sich nach der Pleite in Bern wieder gefangen. Ob Sieg oder Niederlage in Sion: Geht es nach Trainer Contini, dürfen die Spieler so oder so am Montag an die Olma.
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Der FC Sion sorgte die letzten Tage für Schlagzeilen. Am Donnerstag wurde Klubpräsident Christian Constantin von der Liga verurteilt: Er muss 100'000 Franken Busse bezahlen und wird während 14 Monaten vom Fussball ausgeschlossen, weil er den TV-Experten Rolf Fringer attackiert hat. Für FCSG-Trainer Giorgio Contini ist diese Sache nicht von Belangen: «Es ist sicher nicht rühmlich, was er gemacht hat. Das wissen wir alle. Aber das tangiert mich nicht», sagt er während der Pressekonferenz vor dem Spiel.

«Was auf Tribüne passiert, interessiert uns nicht»

Auch für die Mannschaft sei es nicht relevant, ob Constantin am Sonntag trotz Verbot auf der Tribüne erscheine oder nicht. «Ich habe die Aufgabe, mit dem FC St.Gallen positiv aufzutreten und unsere Aufgabe auf dem Platz zu erfüllen. Was auf der Tribüne von Sion passiert, darf und kann uns nicht interessieren.»

Trotz Klatsche gegen Bern beim letzten Match - der FCSG verlor mit 1:6 - wurden in der Vorbereitungsphase keine speziellen Massnahmen getroffen. «Unabhängig vom Resultat müssen wir den Spielern wieder aufzeigen, was wichtig ist, wie wir weitergehen. Wir haben die Nationalmannschaftspause dazu genutzt, an den Defiziten zu arbeiten und unsere Stärken weiterzuführen», so Contini. Gegen Sion brauche die Mannschaft ein kompaktes Kollektiv. «Aber ich bin überzeugt, dass wir das hinkriegen.»

Publikumsarbeit an der Olma

Ob die Spieler an die Olma gehen oder nicht, hängt laut Contini von den Spielern selber ab und nicht vom Resultat am Sonntag. «Wir haben bis heute eine gute Saison gespielt. Wir müssen uns weiterentwickeln und werden alles dafür tun, von Sion ein positives Resultat nach Hause zu bringen. Dann kann man sich gelassen mit den Leuten austauschen, zum Beispiel an der Olma.» Ob Sieg oder Niederlage, es sei extrem wichtig, sich bei den Leuten zu zeigen, und da gehöre die Olma dazu.

Wahlostschweizer an der Olma

Contini selber geht auch an die Olma. «Ich lebe seit 15 Jahren in der Ostschweiz und habe diese Kultur mitbekommen. Ich werde auch einen Tag da sein, danach müssen wir uns aber wieder auf die kommenden Aufgaben fokussieren.»

Leila Akbarzada
Quelle: lak/uli
veröffentlicht: 14. Oktober 2017 15:13
aktualisiert: 14. Oktober 2017 15:32