FC St.Gallen

«Wir brauchen einen grossen Tag, aber wir glauben daran»

Nico Conzett, 24. September 2020, 10:00 Uhr
Mit einer Menge Respekt, aber auch mit viel Vorfreude und Angriffslust, geht der FC St.Gallen in die Europa-League-Qualifikation gegen AEK Athen. Die St.Galler wollen trotz Aussenseiter-Rolle ihr eigenes Spiel durchziehen.

Der Cheftrainer des FC St.Gallen, Peter Zeidler, spricht an der Medienkonferenz am Mittwochnachmittag von einem Gegner, der «erfahren, spielstark und abgezockt» ist. Die St.Galler hätten sich aber intensiv auf die Partie vorbereitet, zudem seien Vorfreude und Motivation riesig.

Internationale Spiele für die meisten Spieler Neuland

Auch für Mittelfeldspieler Lukas Görtler überwiegt die Vorfreude auf die grosse Herausforderung am Donnerstagabend: «Wir sehen es als Chance, mit zwei Siegen das grosse Ziel – die Gruppenphase der Europa League – zu erreichen.» Und fügt an: «Ich habe grosse Lust, diese Chance zu nutzen.»

Speziell sei die Partie vor allem in der Hinsicht, dass es für fast jeden Spieler der St.Galler das erste internationale Pflichtspiel sein wird.

St.Galler wollen eigenem Spiel treu bleiben

Besonders aufgeregt ist Görtler indes nicht. «Wir tun gut daran, das Spiel so anzugehen wie ein Ligaspiel, das wir unbedingt gewinnen wollen.» Und auch Zeidler betont, dass die St.Galler «ihre eigene Spielphilosophie durchbringen» wollen, egal welcher Gegner auf der anderen Seite steht. Konkret heisst das: offensiver Vollgas-Fussball. «Wir spielen auch gegen Basel oder YB immer nach unseren Prinzipien.»

Zeidler räumt jedoch ein, dass mit AEK Athen ein noch grösserer Brocken auf die Ostschweizer wartet und die Griechen eine Menge europäische Erfahrung mitbringen.

Als Vorteil erachtet Zeidler, dass die Entscheidung in einer Partie fallen wird und es kein Rückspiel gibt. Eine altbekannte Fussballweisheit besagt schliesslich, dass in einem Spiel alles möglich ist. Deshalb hat Zeidler sein Team auf alle Eventualitäten vorbereitet und beispielsweise extra Elfmeterschiessen trainieren lassen.

Babić bereits eine Alternative?

Personell kann der Trainer beinahe aus dem Vollen schöpfen. Die Langzeitverletzten Lüchinger und González stehen zwar weiterhin nicht zur Verfügung, dafür ist Stürmer Boris Babić wieder im Mannschaftstraining. Ob er es ins Kader für das Athen-Spiel schafft, ist gemäss Zeidler aber fraglich.

Doch auch ohne den Stürmer scheint die Mentalität der St.Galler zu stimmen. Görtler betont mehrmals, wie gross die Vorfreude und die Motivation in der Mannschaft sind. Und der Mittelfeld-Antreiber ist sich sicher: «Wir wissen, dass wir einen besonderen Tag brauchen, aber wir haben alle das Gefühl, dass da eine Chance ist und die versuchen wir zu ergreifen.»

Nico Conzett
Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. September 2020 18:46
aktualisiert: 24. September 2020 10:00