Zwei Joker stechen spät

Laurien Gschwend, 10. Februar 2019, 10:14 Uhr
Nach einem Kontertor des eingewechselten Bakayoko sehen die Espen beim Auswärtsspiel in Basel schon wie sichere Sieger aus, doch ein Traumfreistoss des ebenfalls erst kurz zuvor eingewechselten Campo stiehlt den Espen die Butter vom Brot. Hier die Spielerbewertung zum 1:1 des FCSG gegen Basel.

FM1Today/Johannes Graf

Tor

Dejan Stojanovic: Note 5,0. In der ersten Halbzeit würde seine Leistung eine glatte Sechs verdienen, in der zweiten Halbzeit hat er aber noch einige kleinere Wackler drin. Für eine noch bessere Benotung müsste er den zweifellos sehr platziert, aber nicht allzu scharf geschossenen Freistoss halten.

Verteidigung

Andreas Wittwer: Note 4,5. Der emsige Aussenverteidiger ist oft im Angriff anzutreffen, bei den Flanken fehlt ihm aber auch ein wenig das Glück. Defensiv ohne Aussetzer.

Leonidas Stergiou: Note 5,0. Traut sich in seiner zweiten Partie innerhalb von vier Tagen schon mehr zu als noch gegen Zürich, hat einige schöne Rushes nach vorne. In der zweiten Halbzeit zur Schonung früh ausgewechselt, ist er sich doch derartige Belastungen noch nicht gewohnt.

Silvan Hefti: Note 4,5. Verschuldet in der ersten Halbzeit einen Penalty, wobei sein Gegenspieler ohne seine Intervention alleine in Richtung Stojanovic gelaufen wäre. Ansonsten makellos.

Nicolas Lüchinger: Note 4,0. Viel unterwegs, gelegentlich mit Fehlpässen. Verschuldet mit einem (strittigen) Foul an der Strafraumgrenze den späten Ausgleich.

Mittelfeld

Vincent Sierro: Note 3,5. Nach überstandener Gelbsperre fällt er bei insgesamt sehr guter Mannschaftsleistung ein wenig ab, hat wenig Einfluss auf das Spiel und verliert Bälle, weil er es mit zu vielen Baslern auf einmal aufnimmt.

Jordi Quintillà: Note 5,0. Das Metronom im St.Galler Spiel dirigiert in der ersten Halbzeit im St.Galler Mittelfeld und leitet viele Angriffe selbst ein, in der zweiten Halbzeit hält er die Defensive der Espen zusammen, die so kaum mehr Chancen der Basler zulässt.

Majeed Ashimeru: Note 6,0. Kaum vom Ball zu trennen, wenn er diesen verliert, folgt meist sogleich der Foulpfiff des Schiedsrichters. Sein Pass auf Bakayoko zum Führungstreffer ist dann schlichtweg magistral.

Sturm

Tranquillo Barnetta: Note 4,0. Bei seinem Distanzschuss in der ersten Halbzeit hat Omlin viel Glück, nicht hinter sich greifen zu müssen. Ansonsten wenig auffällige Aktionen.

Simone Rapp: Note 5,0. Die Tessiner Leihgabe von Lausanne kommt zwar nur einmal gefährlich zum Abschluss, läuft sich dafür aber die Lunge aus dem Leib und schafft viel Platz für die Flügelspieler neben ihm.

Dereck Kutesa: Note 5,5. Zeigt seine wohl beste Leistung im Espen-Trikot, seine Dribblings stellen die Basler immer wieder vor unüberwindbare Probleme. Abzug gibt es nur für den schwachen Abschluss bei seiner Topchance in der ersten Halbzeit.

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller benoteten Spieler): 4,7

Fazit

Vier Punkte aus den ersten zwei Spielen der Rückrunde gegen den FC Zürich und gegen den FC Basel – der Start ins neue Jahr ist den Espen definitiv geglückt. Mit besserer Chancenverwertung wäre in Basel auch ein Sieg im Bereich des Möglichen gewesen, bei einem Punkt hätte aber Peter Zeidler vor dem Spiel sicherlich auch unterschrieben. Weil auch die Leistung insgesamt ein weiteres Mal sehr gut war, lässt sich doch mit einiger Vorfreude auf die restliche Rückrunde blicken.

Laurien Gschwend
veröffentlicht: 10. Februar 2019 07:53
aktualisiert: 10. Februar 2019 10:14