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FC Wil

Alex Frei beim FC Wil: «Genau das, was ich gesucht habe»

7. September 2020, 18:13 Uhr
Nun ist es definitiv: Der ehemalige Nationalspieler Alex Frei übernimmt den Posten als Trainer beim FC Wil. Als neuer Trainer will er dem bestehenden Kader eine Chance geben und seine Vergangenheit beim FC Basel hinter sich lassen.
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Quelle: tvo

Nachdem Ciriaco Sforza von Wil nach Basel wechselte, musste sich der FC Wil nach einem neuen Trainer umsehen. Nun ist er ausgerechnet beim FC Basel fündig geworden. Alex Frei wird der neue Trainer der Äbtestädter.

«Liebe kann entstehen»

«Wenn mir vor neun Jahren jemand gesagt hätte, dass ich eines Tages in der Ostschweiz Trainer werde, hätte ich ihn für verrückt erklärt», sagt der neue Trainer des FC Wil. «Ich bin aber überzeugt, dass Liebe entstehen kann.»

Beim FC Wil möchte Alex Frei seine ersten Schritte als Trainer im Profifussball machen. Die Mannschaft ist jung, als U21-Trainer beim FC Basel konnte Frei in dieser Hinsicht bereits Erfahrung sammeln. «Es ist genau das, was ich gesucht habe», sagt Frei bei seiner Vorstellung. Er betont, dass es eine bewusste Entscheidung gewesen sei, den FC Basel für den FC Wil zu verlassen. Es sei in keiner Weise eine Flucht aus Basel.

Frei war auch als Nachfolger des in Basel entlassenen Marcel Koller gehandelt worden, bekam die Stelle aber nicht, weil Präsident Bernhard Burgener das Veto einlegte. Daraufhin kündigte Frei seinen Vertrag als U21-Trainer und äusserte sein Bedauern über fehlende Werte im Verein. Genau diese Werte findet Frei beim FC Wil, wie er sagt: «Hier zählt ein Handschlag noch etwas.» Gegenüber dem FC Basel selbst hege er aber überhaupt keinen Groll, wie er mehrfach unterstreicht.

Spielerische Entwicklung hat Priorität

In fussballerischer Hinsicht will Frei seine neue Mannschaft vor allem spielerisch weiterentwickeln. «Mein Ziel ist, dass jeder Spieler Fortschritte macht.» Eine konkrete Rangierung als Saisonziel will er nicht nennen, Priorität habe, dass der FC Wil sich so früh wie möglich vom Abstiegskampf verabschiedet. Dabei will er gewisse Elemente von Vorgänger Ciriaco Sforza beibehalten, gleichzeitig aber auch neue Inputs einbringen. Kurz vor dem Saisonstart lässt er sich diesbezüglich aber nicht in die Karten blicken. «Ich denke, der FC Aarau hört auch mit», schmunzelt er. Am 19. September starten die Wiler die neue Saison mit einer Auswärts-Partie gegen Aarau.

Persönliche Ebene stimmt

Auch beim FC Wil ist man sehr zufrieden mit der Verpflichtung Freis. Der Verein habe viele Bewerbungen auf den Trainerposten erhalten, auch internationale Dossiers seien darunter gewesen. «Bei Alex haben wir sofort gemerkt, dass es auf einer persönlichen und charakterlichen Basis passt», sagt der Präsident des FC Wil, Maurice Weber. Frei entspreche exakt dem gewünschten Anforderungsprofil. Besonders seine Erfahrung im Nachwuchsbereich hebt der Präsident hervor. Zudem wolle der FC Wil offensiv und frech auftreten und mit Ballbesitzfussball überzeugen. Dafür sei Frei der richtige Mann.

Einen Teil des Teams kennt Alex Frei bereits, wie er bei seiner Vorstellung sagt. Den restlichen Kader möchte er noch kennenlernen. «Jeder soll die Chance haben, sich zu präsentieren», sagt Frei.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 7. September 2020 09:31
aktualisiert: 7. September 2020 18:13