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Bayern eröffnen Jagd auf Borussia Dortmund

18. Januar 2019, 19:25 Uhr
Heute Freitag startet mit dem Spiel zwischen Hoffenheim und Titelverteidiger Bayern München die Rückrunde der Bundesliga. Die Münchner sind der erste Verfolger von Lucien Favres Leader Borussia Dortmund.
Statt um die Europacup-Plätze mitzuspielen steckt Breel Embolo mit Schalke 04 im Abstiegskampf. Die Reserve auf Platz 16 beträgt momentan bloss vier Punkte
© KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Die Statistik spricht für Borussia Dortmund: In diesem Jahrzehnt hat es erst einmal ein Herbstmeister nicht geschafft, den Titel im Frühling zu gewinnen. Das war 2012 der FC Bayern München, der Borussia Dortmund vorbeiziehen lassen musste. Wenn die Dortmunder in dieser Saison den Vorsprung von sechs Punkten nicht ins Ziel bringen, dann dürfte es mutmasslich umgekehrt sein. Die Bayern sind ihr härtester Konkurrent. «Bayern wird sich im Winter verstärken (Transferschluss ist Ende Januar). Ich rechne mit ihnen», sagte Dortmunds Trainer Lucien Favre im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Mehr Punkte in der Rückrunde möglich

Weil der FC Bayern im Herbst mit vielen Problemen kämpfte und im Oktober und November in eine Krise schlitterte, kann davon ausgegangen werden, dass der Titelverteidiger in der Rückrunde mehr Punkte holt als in der ersten Saisonhälfte. Die Frage stellt sich also: Kann Dortmund seine Punkteausbeute vom Herbst wiederholen? Die Luft ist womöglich dünn. Auch Favre sagte: «Wir sollten nicht vergessen, wie oft die Spiele eng verlaufen sind. Immer wieder lagen wir zurück.»

Schon das erste Wochenende dürfte einen Hinweis liefern, wie das Titelrennen verlaufen könnte. Borussen und Bayern haben auswärts heikle Aufgaben zu lösen. Der Leader spielt am Samstag in Leipzig (4.), der Meister am Freitag in Hoffenheim (7.). Die beiden Gegner der Favoriten gehören gemäss Favre zusammen mit dem drittplatzierten Borussia Mönchengladbach zum erweiterten Kandidatenkreis auf den Titel.

Embolo muss sich nun bei Schalke beweisen

In der unteren Tabellenhälfte steht der Schweizer Internationale Breel Embolo vor einem wichtigen halben Jahr - sowohl persönlich wie auch für seinen Klub. Der 21-jährige Stürmer hat bei Schalke wegen diverser Verletzungen nicht bringen können, was sich die Fans und Verantwortlichen vom Rekordtransfer - Embolo kam 2016 für rund 26 Millionen Euro vom FC Basel - erhofft hatten. Embolo hat seit seinem Wechsel vor zweieinhalb Jahren nur 43 Prozent der Bundesligaspiele absolviert. Im Spätherbst fehlte er wochenlang wegen eines Fussbruchs.

Embolos Absenzen und schwankenden Leistungen waren auch Gründe, weshalb Schalke in der Vorrunde nicht auf Touren kam und näher an den Abstiegsplätzen klassiert ist als an den Europacup-Rängen. Mit momentan bloss vier Punkten Reserve auf Platz 16 stecke die Mannschaft im Abstiegskampf, wie Michael Zylka, der Vorsitzende des Schalker Wahlausschusses gegenüber der Zeitung «Die Zeit» zugab. Und für den Fall, dass sich dies nicht bald ändert, zeichnet Zylka ein düsteres Szenario: «Dann wird jeder in Frage gestellt. Dann bricht hier das Chaos aus.»

Quelle: SDA
veröffentlicht: 17. Januar 2019 06:00
aktualisiert: 18. Januar 2019 19:25