Super League

David Degen setzt sein Geld auf die Karte FC Basel

3. April 2021, 13:59 Uhr
Ältere Zeiten im FCB: David Degen, Marco Streller, Alex Frei.
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
David Degen gibt im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» Details zum Übernahme-Kampf beim FC Basel bekannt. Er betont, dass er für 16,4 Millionen Franken sein eigenes Geld verwendet habe.

«Ich bin für den Kaufpreis voll ins Risiko gegangen. Habe alles zusammengekratzt. All In nennt man das. Es ist für mich ein grosses finanzielles Risiko», sagte er und fügte hinzu: «Es ist mein Geld... Klar ist aber auch, dass die Summe in keinem gesunden Verhältnis zu meinen finanziellen Möglichkeiten steht. Ich bin offen, nach der Übernahme der Aktienmehrheit einen Teil der Aktien an Basler zu verkaufen. Ich kann mir auch vorstellen, Fans zu beteiligen.»

Wichtig sei ihm, dass der Klub in Basler Händen bleibe. Seine künftige Rolle beim FCB sieht der ehemalige Spieler als Mitglied des Verwaltungsrat, nicht als CEO und nicht als Sportchef.

Dem FC Basel droht ein längerer Rechtsstreit, nachdem es vergangenen Montag zum Eklat kam. Degen erklärte, dass er sein Vorverkaufsrecht ausgeübt habe und ihm die Aktien mit Zustimmung des Verwaltungsrates übertragen werden müssen. Der Verwaltungsrat unter Präsident Bernhard Burgener konnte zu Degens Kaufangebot allerdings nicht entscheiden. Degen hatte die entsprechende traktandierte Verwaltungsratssitzung mit einer superprovisorischen Verfügung des Zivilgerichts Basel-Stadt verhindert. Der Grund: Er befürchtet, dass Burgener die Übernahme des Klubs durch die britische Firma Centricus in die Wege leitet.

Im Interview schloss Degen eine gemeinsame Lösung mit Burgener nicht komplett aus: «Mal ins Blaue gedacht, grüne Wiese: Wenn wir das zusammen in der richtigen Kombination und mit klar abgesteckten Regeln nochmals alles neu anfassen würden: Wieso nicht?»

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. April 2021 13:00
aktualisiert: 3. April 2021 13:59