Super League

Die Espen kassieren gegen Lugano mit 0:1 die erste Niederlage

24. Oktober 2020, 21:40 Uhr
St.Gallen bezog in der 5. Runde der Super League die erste Niederlage. Der Leader verlor im Tessin beim ebenfalls ungeschlagenen FC Lugano 0:1. Numa Lavanchy erzielte den einzigen Treffer früh.

Eine womöglich kostspielige Niederlage setzte es für den FC St.Gallen im Tessin ab. Die Ostschweizer drohen nach dem 0:1 bei den weiterhin ungeschlagenen Luganesi die Tabellenführung am Sonntag an die Young Boys zu verlieren. Ein Tor von Numa Lavanchy nach einer Viertelstunde brachte dem Team von Maurizio Jacobacci den ersten Sieg nach zuletzt drei Unentschieden.

«Wir sind mit dem heutigen Ergebnis nicht zufrieden», sagt Lukas Görtler nach dem Spiel zu «blue Sport». Man habe während des Spiels zwar viele Chancen kreiert, trotzdem habe das nicht gereicht. «Präzession kann man es nennen, Effizienz kann man es nennen», so Görtler. «Wir haben einfach kein Tor gemacht, obwohl wir die Möglichkeiten hatten.»

Pfostenschuss durch Görtler in 82. Minute

Der FC St.Gallen musste sich nicht vorwerfen lassen, dass er sich nicht bemüht hätte vor knapp 1400 Zuschauern im Cornaredo. Eine Woche nach dem 2:2 in Luzern konnte die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler aber wiederum nicht verbergen, dass sie vom Niveau der letzten Saison vor allem in offensiven Belangen noch ein ganzes Stück weit entfernt ist. Die St.Galler rannten zwar emsig an, bissen gegen die gut organisierte Lugano-Verteidigung aber Mal um Mal auf Granit. Mehr als ein Pfostenschuss durch Lukas Görtler in der 82. Minute sprang für die Ostschweizer nicht heraus.

«Vielleicht fehlt uns die Effizienz»

«Es gibt Gegner, da gehört Lugano dazu, bei welchen es schwierig ist einen Rückstand aufzuholen, da sie mit zehn Mann einen guten Block spielen», so Görtler. Er habe auch einige Chancen bei seiner Mannschaft gesehen. «Vielleicht fehlt uns einfach die Effizienz, die wir in den ersten Spielen hatten.»

Treffer von Lugano durch Lavanchys

Numa Lavanchys 1:0 nach einer Viertelstunde blieb der einzige Treffer im Duell, in dem in der Vorsaison nie weniger als vier Tore gefallen waren. Dass ein Verteidiger auch in der Offensive die entscheidende Note setzte, passte zum Spiel. Am sehenswerten Treffer waren aber auch die Luganos Offensivspieler massgeblich beteiligt. Lavanchys Kopfball am langen Pfosten ging ein Zusammenspiel zwischen Adrian Guerrero und Flankengeber Jonathan Sabbatini voran. «Das Spiel wurde uns durch das 1:0 ein wenig kaputt gemacht. Dadurch konnte Lugano genau das Spiel spielen, dass sie wollten», so Lukas Görtler nach dem Spiel.

«Werden uns nicht die Köpfe einreissen»

Lugano rückte damit bis auf einen Punkt zum FC St.Gallen heran und ist nach fünf Spielen noch ungeschlagen. Nach drei Remis dank späten Toren gab es nun den zweiten Sieg dank einem frühen Treffer. «Wir werden uns jetzt nicht die Köpfe einreissen, sondern einfach versuchen die Effizienz vom Anfang mit der Spielfreud zu kombinieren. Dann bin ich zuversichtlich», sagte Görtler abschliessend.

Das Spiel gibt es hier im Ticker zum Nachlesen:

Quelle: sda
veröffentlicht: 24. Oktober 2020 18:49
aktualisiert: 24. Oktober 2020 21:40