Ein hochverdienter Sieg

Leila Akbarzada, 21. September 2017, 08:28 Uhr
Die Freude über den gestrigen Sieg vom FC St.Gallen gegen den Schweizer Meister Basel hallt noch immer nach. Der Sieg war absolut verdient, er hätte sogar noch höher ausfallen können. Hier geht's zur Spielerbewertung.

Tor

Daniel Lopar: 5.0

War über die gesamten 90 Minuten wenig gefordert, nur in der Druckphase der Basler nach der Halbzeitpause bekam er viel zu tun. In der 49. Minute bewahrte er seine Mannschaft dank einer starken Parade vor dem Anschlusstreffer und konnte sich auch sonst gut in Szene setzen. Der Anschlusstreffer der Basler war unhaltbar.

Verteidigung

Silvan Hefti: 5.5

Bestätigt seine starke Form und brachte Calla in der ersten Halbzeit oftmals zum Verzweifeln. Solide Tacklings, gute technische Finesse und viel Spielwitz zeichnen Hefti aus. Wenn er so weiterspielt, wird er nicht mehr lange für grün-weiss auflaufen.

Karim Haggui: 5.0

War im heutigen Spiel ein solider Wert und behielt oft die Übersicht. War vor allem in der ersten Halbzeit an einigen schnellen Angriffsauslösungen beteiligt und konnte Van Wolfswinkel gut abschirmen. Vor allem das Zusammenspiel mit Hefti funktioniert bestens.

Andreas Wittwer: 4.5

Wittwer kämpfte heute bärenstark und hielt seine Abwehrseite oft frei von Gefahr. Zwar unterliefen ihm einige Stellungsfehler, dennoch war dies sein bisher bester Auftritt im Dress der Espen.

Nicolas Lüchinger: 4.5

Zeigte wie die gesamte Mannschaft auch eine Steigerung gegenüber der Leistung von vergangenem Sonntag. Erkämpfte sich viele Bälle, ackerte und rackerte und konnte das Spielgerät auch gut abschirmen, wenn der Gegner Druck ausübte.

Philippe Koch: -

Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

Mittelfeld

Stjepan Kukuruzovic: 5.5

Was für eine Partie von Kukuruzovic. Er war in der ersten Halbzeit Schaltzentrale für viele Angriffe durch die Mitte. Vor allem seine klugen Zuspiele auf die Spitzen waren Extraklasse. War er vergangenen Sonntag noch ein Totalausfall, spielte er heute wie ein Oscar Scarione zu seinen besten Zeiten.

Danijel Aleksic: 5.0

Langsam blüht Aleksic richtig auf. Auch heute hat er wieder getroffen und konnte seine gute Form der letzten Spiele bestätigen. Hatten wir ihn zu Beginn der Saison noch zurecht kritisiert, bringt sich der Serbe immer mehr in den Spielaufbau ein.

Marco Aratore: 5.5

Und wieder hat Aratore getroffen. Und wieder hat er eine tolle Leistung auf dem Feld gezeigt. War in der ersten Halbzeit kaum zu kontrollieren und die FCB-Verteidigung hatte ihre liebe Mühe mit Aratore. Sein Tor war nicht nur toll geschossen, sondern auch erkämpft. Seine Leistung ist sinnbildlich für die ganze Mannschaft.

Alain Wiss: 5.0

Konnte auch heute wieder eine vorzügliche Leistung an den Tag legen. Er räumte vor der St.Galler Verteidigung auf und erkämpfte sich wertvollen Raum für die Spielauslösung. Insgesamt ein gelungener Arbeitstag des Captains.

Sturm

Albian Ajeti: 4.5

Ackerte und kämpfte wie gewohnt, jedoch merkt man, dass er in den vergangenen Wochen immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Hätte er in der 33. Minute das 3:0 erzielt, wäre die Partie ziemlich sicher schon vor der Pause entschieden gewesen.

Roma Buess: 5.0

Buess zeigte heute wahrscheinlich seine beste Leistung, seit er im Dress der grün-weisse steckt. Konnte zwar nicht unbedingt für Torgefahr sorgen, trotzdem ist sein Kampfgeist heute lobenswert zu erwähnen. Spielte sehr Mannschaftsdienlich und erkämpfte sich viele zweite Bälle.

Nassim Ben Khalifa: -

Aufgrund der kurzen Einsatzzeit verzichten wir auf eine Bewertung.

FM-1 Teamdurchschnitt: 5.0

Fazit

Der FC St.Gallen besiegt einen blassen FC Basel mit 2:1. Der Sieg hätte gar noch höher ausfallen können. Einziges kleines Manko war die Chancenauswertung in der ersten Halbzeit. Nach dem schlechten Auftritt gegen Linth hat Trainer Contini offenbar eine angemessene Reaktion seiner Mannschaft provoziert. Jetzt gilt es, mehr Kontinuität in die Auftritte zu bringen. Denn mit diesem Kader kann man um die ersten drei Plätze mitspielen, allerdings ruft die Mannschaft das Potential viel zu unregelmässig ab.

Leila Akbarzada
Quelle: Reto Latzer
veröffentlicht: 21. September 2017 06:02
aktualisiert: 21. September 2017 08:28