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EM 2021

Franco Foda will nicht taktieren: Österreich spielt auf Sieg

21. Juni 2021, 05:42 Uhr
Ein Punkt gegen die Ukraine dürfte Österreich zur erstmaligen Qualifikation für die K.o.-Phase einer EM reichen. Doch der Trainer will es nicht darauf anlegen - und schliesst ein zweites Gijon aus.
Drei Punkte sollen es sein: Österreichs Trainer Franco Foda will gegen die Ukraine alles klarmachen
© KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA

Natürlich musste sie kommen: die Frage nach der Parallele zu 1982, die Erinnerung an den «Nichtangriffspakt von Gijon» zwischen Österreich und Deutschland. Der ÖFB-Teamchef Franco Foda parierte sie nüchtern und verwies auf den wesentlichen Unterschied zu damals: «Unsere Situation ist eine ganz andere als damals. Wir wissen nicht, ob ein Remis reichen würde, weil nach uns noch viele Spiele stattfinden. Wir wollen dieses Spiel für uns entscheiden.»

Vor 39 Jahren wussten Österreich und Deutschland an der WM in Spanien bereits vor dem Anpfiff zum letzten Gruppenspiel, dass ein 1:0 für die Deutschen beiden Teams zum Vorstoss in die K.o.-Phase verhilft. Und so kam es dann auch: Nach frühem Treffer und langem Ballgeschiebe ohne ernsthafte Angriffsbemühungen resultierte ebendieses Resultat. Algerien, das sein letztes Spiel tags zuvor absolviert hatte, hatte das Nachsehen. Seither werden die letzten Gruppenspiele zeitgleich angesetzt.

2021 liesse die Ausgangslage vor dem Spiel gegen die Ukraine in Bukarest ähnliche Gedankengänge zu: Ein Unentschieden dürfte sowohl die Ukraine (als Gruppenzweiter) als auch Österreich (als Dritter) in die K.o.-Phase führen. Doch die volle Gewissheit hätte das ÖFB-Team in diesem Fall nicht. Der Mittelfeldmann Konrad Laimer sagte deshalb: «Wir wollen die Situation vermeiden, nach der Partie im Hotel sitzen und warten zu müssen, was die anderen machen. Wir wollen es am Montag fix machen.»

Mit welchem Personal man den zweiten Sieg anpeilt, liess Foda offen. Der beim 0:2 gegen die Niederlande gesperrt gewesene Marko Arnautovic dürfte indes in der Startformation auflaufen. «Er ist heiss», stellte ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel in den letzten Tagen fest. Zwei seiner 27 Länderspieltore hat Arnautovic 2012 im bisher letzten Duell mit der Ukraine erzielt. Damals resultierte ein 3:2-Sieg.

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. Juni 2021 05:05
aktualisiert: 21. Juni 2021 05:42