Geldbusse für den FC Wil

René Rödiger, 15. März 2017, 12:13 Uhr
Investor Mehmet Nazif Günal hat sich beim FC Wil zurückgezogen und die Aktien verkauft.
Investor Mehmet Nazif Günal hat sich beim FC Wil zurückgezogen und die Aktien verkauft.
© KEYSTONE/SANDRO CAMPARDO
Der FC Wil bekommt eine Busse von 10'000 Franken. Grund ist der unbewilligte Wechsel der Kontrolle über den Klub nach dem Abgang der türkischen Investoren.

Dass eine Busse auf den FC Wil zukommt, war absehbar. Nun hat die Disziplinarkommission den FC Wil mit einer Busse von 10'000 Franken belegt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das Verfahren gegen den FC Wil leitete die Kommission nach dem nicht bewilligten Eigentümerwechsel des Aktienpaketes ein. Damals wies die Swiss Football League (SFL) explizit darauf hin, dass die Anzeige nichts mit der aktuellen Klubführung zu tun habe, sondern alleine mit der Tatsache der Übertragung der Aktien.

Gemäss Artikel 8 des Lizenzreglementes erfordern erhebliche Veränderungen der Verhältnisse bei einem Lizenznehmer die Zustimmung der Lizenzbehörde. Unter diese Bestimmung fällt namentlich auch eine Änderung der Mehrheitsverhältnisse.

Seit Juni 2015 wurde die FC Wil 1900 AG von Mehmet Nazif Günal, dem Inhaber der MNG-Gruppe, kontrolliert, welcher die Aktienmehrheit über eine Gesellschaft der Gruppe mit Sitz in Dubai hielt. Diese hat per Ende Januar ihre regelmässigen Zahlungen an die FC Wil 1900 AG eingestellt. Gleichzeitig haben die türkischen Verwaltungsräte ihren Rücktritt bekanntgegeben und mitgeteilt, dass sämtliche Aktien der Gesellschaft in Dubai an einen namentlich nicht genannten Dritten veräussert worden sind.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 15. März 2017 11:58
aktualisiert: 15. März 2017 12:13