Paolo Rossi

Italiens Idol Paolo Rossi mit 64 Jahren gestorben

12. Dezember 2020, 11:05 Uhr
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Quelle: CH Media Video Unit

Die italienische Fussball-Legende Paolo Rossi stirbt im Alter von 64 Jahren an einer «unheilbaren Krankheit» gestorben.

Das berichten italienische Medien, nachdem seine Frau Federica Cappelletti die Nachricht verkündet hat.

Rossi hatte 1982 in Spanien als Torschützenkönig massgeblich zum Weltmeistertitel von Italien beigetragen. Er erzielte in den letzten drei Partien sechs Treffer, im Final gegen Deutschland (3:1) schoss er das 1:0. Beim 3:2 gegen Brasilien waren ihm drei Tore gelungen. Im gleichen Jahr bekam er den Ballon d'Or, der damals an den besten Fussballer Europas ging.

Der italienische Fussballverband (FIGC) setzte die Flaggen im Verbandssitz in Rom auf halbmast. «Das Ableben von Pablito ist ein weiterer Moment von grossem Schmerz, eine Wunde am Herzen aller Fans, die schwer heilt. Wir verlieren einen Freund und eine Ikone unseres Fussballs», schrieb FIGC-Präsident Gabriele Gravina. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte twitterte: «Im Sommer 1982 schenkte er mit seinen Toren ganzen Generationen einen Traum.»

Dabei hätte Rossi die WM 1982 beinahe verpasst. Weil er in einen Wettskandal verwickelt war, sperrte ihn der italienische Verband 1980 für drei Jahre. Die Strafe wurde jedoch um ein Jahr reduziert, sodass Rossi ab April 1982 wieder spielberechtigt war. Wegen der fehlenden Spielpraxis stiess Rossis WM-Nomination auf Kritik, die zunächst berechtigt schien, da er in der Vorrunde torlos blieb.

Auf Vereinsebene feierte Rossi die grössten Erfolge mit Juventus Turin. Mit der «alten Dame» gewann er den italienischen Cup (1983), die Meisterschaft (1984), den Cup der Cupsieger (1984) sowie den Meistercup (1985), die heutige Champions League. Letzterer Triumph wurde allerdings durch die Heysel-Katastrophe überschattet, bei der 39 Menschen starben. In der Saison 1977/78, als er für Vicenza spielte, war er mit 24 Treffern der beste Torschütze der Serie A.

1987 beendete Rossi die Karriere. Er blieb der Sportart aber verbunden, betrieb unter anderem eine Fussballschule in Perugia und war TV-Experte für RAI. Neben seiner Frau hinterlässt er drei Kinder.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Dezember 2020 11:05
aktualisiert: 12. Dezember 2020 11:05