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1:5-Niederlage

Kein schöner Nachmittag in Genf für den FCSG

12. September 2021, 17:43 Uhr
Selten wird die Geschichte eines Spiels so rasch geschrieben. St.Gallen verliert bei Servette früh Jérémy Guillemenot durch eine Rote Karte und liegt nach 26 Minuten 0:4 zurück. Zuletzt heisst es 1:5.
Die Gesichter sprechen Bände: Der FCSG bleibt in Genf ohne Chance.
© Keystone

Es gibt für einen Trainer kaum etwas Schlimmeres, als wenn er seine Pläne für das Spiel nach wenigen Minuten ins Altpapier geben kann. St. Gallens Trainer Peter Zeidler erging es in Genf genau so. Es waren keine zwei Minuten gespielt, als Stürmer Jérémy Guillemenot, ein früherer Servettien, dem Genfer Innenverteidiger Vincent Sasso aus vollem Lauf mit der Sohle auf den Fuss trat. Sasso konnte weiterspielen, aber er hätte auch im Spital landen können. Schiedsrichter Urs Schnyder konnte nach der VAR-Konsultation nicht anders, als Guillemenot mit der Roten Karte vom Platz zu stellen.

Der Anfang vom Ende

Das St.Galler Leid am Sonntagnachmittag begann mit dieser Aktion. Die restlichen St.Galler wirkten nach Guillemenots Platzverweis deroutiert. Die Servettiens nutzten dies und die numerische Überlegenheit weidlich. Nach 26 Minuten hiess es 4:0. Es war, als wollten die übrigen Genfer Verteidiger unbedingt ihren Kumpel Sasso aus der Viererkette rächen.

Gaël Clichy, Anthony Sauthier und Steve Rouiller trafen – in dieser Reihenfolge – mit zwei Weitschüssen und einem Ablenker. Rouiller erzielte in der zweiten Halbzeit noch ein weiteres Tor. Zu mehr als einem Ehrentreffer kurz vor der Pause kamen die St.Galler in dieser Partie nicht. Die Genfer hätten mit mehr Effizienz in der zweiten Halbzeit durchaus noch höher gewinnen können.

Ein Nachmittag zum Vergessen

So sagte St.Gallens Startelf-Rückkehrer Basil Stillhart im Anschluss an die Partie auch: «Es war ein Tag zum Vergessen.» Nach dem völlig missglückten Start wäre es schwierig gewesen, wieder einen Weg in die Partie zu finden. Auch Trainer Peter Zeidler sieht die Hauptursache für die Niederlage im unglücklichen Start: «Nach den drei Aktionen – rote Karte und zwei Gegentore – war es erledigt. Es ging für uns da nur um Schadensbegrenzung.»

Aufstehen und nach vorne schauen

Die Ostschweizer müssen nun versuchen, den Horrornachmittag von Genf so schnell wie möglich zu verarbeiten. Am nächsten Wochenende steht eine Cuprunde im Programm, aber schon am Mittwoch in einer Woche wird sich der FC Basel in St. Gallen einfinden.

Telegramm

Servette - St. Gallen 5:1 (4:1)

7065 Zuschauer. - SR Horisberger. - Tore: 7. Clichy (Valls) 1:0. 14. Sauthier (Stevanovic) 2:0. 18. Cognat (Stevanovic) 3:0. 26. Rouiller (Stevanovic) 4:0. 37. Youan (Diakité) 4:1. 71. Rouiller (Cespedes) 5:1.

Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Clichy (79. Vouilloz); Cespedes (83. Nyakossi); Cognat (83. Douline), Valls; Stevanovic (69. Imeri), Kyei, Antunes (46. Schalk).

St. Gallen: Ati-Zigi; Lüchinger (65. Cabral), Stillhart, Fazliji, Kempter (46. Traorè); Diakité; Görtler, Youan (46. Besio); Ruiz (76. Münst); Schubert (46. Duah), Guillemenot.

Bemerkungen: Servette ohne Deana, Fofana, Rodelin, Oberlin und Pédat (alle verletzt). St. Gallen ohne Stergiou, Kräuchi, Babic und Schmidt (alle verletzt). 57. Pfostenschuss Schalk. 3. Rote Karte gegen Guillemenot (Foul). Verwarnungen: 26. Ati-Zigi (Reklamieren).

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. September 2021 16:18
aktualisiert: 12. September 2021 17:43