Keine Zweifel an Forfait-Entscheid

12. Mai 2019, 19:07 Uhr
Die GC-Spieler, vorne Heinz Lindner, verlassen nach dem Spielabbruch in Luzern enttäuscht die Spielerbank
Die GC-Spieler, vorne Heinz Lindner, verlassen nach dem Spielabbruch in Luzern enttäuscht die Spielerbank
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA
Nach der Partie Luzern - GC, die beim Stand von 4:0 abgebrochen wird, steht GC offiziell noch nicht als Absteiger fest. Drei Dinge kann man aber vorwegnehmen: Forfait, Busse, Abstieg.

Wie in Sitten am 16. März provozierten hirnrissige GC-Chaoten einen Spielabbruch, diesmal nach 71 Minuten. Die Fans warfen in diesem Fall keine Fackeln und Petarden aufs Spielfeld. Aber eine Gruppe schwarz gekleideter blauweisser Fans verschaffte sich auf der Seite den Zugang zum Spielfeld. Sie bauten sich bedrohlich auf - und sie verlangten von ihren eigenen Spielern Ungeheuerliches: Sie sollten sich halbnackt ausziehen und schuldbewusst und unterwürfig über den Platz robben.

Die GC-Spieler gingen auf die absurde Forderung sogar so weit ein, dass sie den Chaoten ihre Leibchen aushändigen wollten. An der ungelösten Situation am Platzrand änderte sich nichts, sodass Schiedsrichter Alessandro Dudic nicht umhin konnte, den Match abzubrechen.

Am anstehenden Entscheid der Disziplinarkammer gibt es kaum einen Zweifel. Die Zürcher werden auch diesmal 0:3 forfait verlieren (womit sie wohl noch besser wegkommen, als sie mit dem effektiven Schlussresultat weggekommen wären), sie werden in fünfstelliger Höhe gebüsst. Nach diesem zweiten schweren Vorfall in kurzer Zeit könnten auch ein Geisterspiel verhängt werden.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 12. Mai 2019 18:49
aktualisiert: 12. Mai 2019 19:07