Deutschland

Leader Leipzig verliert bei Eintracht Frankfurt

25. Januar 2020, 21:47 Uhr
Die Freude ist zurück: Eintracht Frankfurt greift mit seinem Sieg gegen Leipzig ins Titelrennen ein
© KEYSTONE/EPA/ab sam
Nach schwacher erster Saisonhälfte musste Eintracht Frankfurt die eigenen Ambitionen in der Bundesliga zurückschrauben. Mit dem 2:0 gegen Leader Leipzig greift Frankfurt nun ins Titelrennen ein.

Eine Halbzeit lang gaben Frankfurt und Leipzig das Bild ab, das sich die Zuschauer aus der Vorrunde gewohnt waren. Der Leader aus Leipzig schnürte die Eintracht ein, dominierte und kombinierte. Einzig die Tore blieben dem Team von Julian Nagelsmann verwehrt - auch weil Top-Torschütze Timo Werner für einmal keinen guten Nachmittag einzog. In der 8. Minute verpasste es der 23-jährige Angreifer von RB, der in dieser Saison bereits 20. Tore erzielt hat, die Partie in günstige Bahnen zu lenken.

Ein Zuspiel des wirbligen Franzosen Christopher Nkunku brachte Werner aus guter Position nur ungenügend auf das Tor, weshalb Frankfurts Goalie Kevin Trapp parieren konnte. Das Heimteam, bei dem der Schweizer Internationale Djibril Sow im Mittelfeld viel zur defensiven Stabilität beitrug, überstand den heftigen Ansturm der Gäste in den Startminuten unbeschadet und drehte mit Fortdauer der Partie den Spiess um. Almamy Touré wenige Sekunden nach der Pause mit einem Sonntagsschuss und Filip Kostic in der vierten Minute der Nachspielzeit sorgten für die erste Bundesliga-Niederlage Leipzigs seit drei Monaten.

Die ersten Nutzniesser des Leipziger Patzers sind Borussia Mönchengladbach und Bayern München, die ihre samstägliche Aufgabe jeweils erfolgreich lösten - und in der Meisterschaft die kommenden Gegner der Leaders sind. Während die Münchner, die bis auf einen Punkt an Leipzig herankamen, im Duell mit dem unter David Wagner wiedererstarkten Schalke eine 5:0-Gala vom Stapel liessen, tat sich Gladbach mit dem Schweizer Quartett Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und dem eingewechselten Breel Embolo gegen das abstiegsgefährdete Mainz beim 3:1 schwerer. Alassane Pléa bewahrte das Team von Marco Rose nach frühem Rückstand mit einer Doublette (24./76.) aber vor dem vierten Rückschlag aus den letzten fünf Bundesliga-Spielen.

Enttäuschend verläuft die Rückrunde bislang für Admir Mehmedi, Renato Steffen und Kevin Mbabu bei Wolfsburg. Auf die 1:3-Niederlage in Köln folge am Samstag daheim ein 1:2 gegen Hertha Berlin. Auch das zweite Saisontor Mehmedis, der drei Minuten nach seiner Einwechslung glückhaft mit einer vermeintlichen Hereingabe zum 1:0 traf, vermochte der Partie keinen besseren Verlauf zu geben.

Im Duell der Schweizer Trainer behielt Urs Fischer mit Union Berlin gegen Martin Schmidts Augsburg mit 2:0 die Oberhand. Innenverteidiger Neven Subotic ebnete Union mit seinem ersten Bundesliga-Treffer seit 1722 Tagen - damals noch in Diensten von Borussia Dortmund - 63 Sekunden nach der Pause den Weg zum nächsten Bundesliga-Heimsieg. Beim Aufsteiger aus Berlin stehen nach zehn Heimspielen in der obersten deutschen Liga sechs Siege zu Buche.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Januar 2020 21:45
aktualisiert: 25. Januar 2020 21:47