Kybunpark

«Mit diesem Tor wurde seit Jahren gespielt» – das sagen der SFV und der FCSG zum Tor-Gate

30. März 2021, 05:34 Uhr
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Quelle: FM1Today / zVg.

Das Auswechseln eines Tores beim Länderspiel zwischen der Schweiz und Litauen sorgte am Tag nach dem Spiel für viel Gesprächsstoff. Wie genau konnte das passieren? Der Schweizerische Fussballverband und der FC St.Gallen nehmen Stellung.

Beim Schweizerischen Fussballverband (SFV) und beim FC St.Gallen gab es am Montag wohl eine Menge zu diskutieren, das Auswechseln eines Tores beim Länderspiel hatte am Sonntag für Aufruhr gesorgt. Weshalb das Tor grösser als vorgegeben war, ist nach wie vor unklar.

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Quelle: FM1Today / SRF

«Möglicherweise ist es während dem Aufwärmen passiert», sagt Adrian Arnold, Mediensprecher des SFV, gegenüber TVO. Eine Möglichkeit sei, dass der Goalie beim Training oben an die Latte gesprungen sei und diese so hochgestossen habe. «Diese Goals sind nicht angeschraubt oder zu hundert Prozent verankert.» Das Goal sei noch einen Tag vor dem Match vom FIFA-Match-Delegierten fotografiert und geprüft worden, dasselbe sei auch am Match-Tag geschehen. «Es wurde alles für regelkonform befunden.»

«Wird als Kuriosum in Geschichte eingehen»

Erst der Hinweis des Schweizer Goalie-Trainers habe zum erneuten Messen geführt. «Daraufhin wurde festgestellt, dass es auf der linken Seite zehn Zentimeter zu hoch ist.» Die Beteiligten hätten daraufhin aber super reagiert. Mit «nur» 18 Minuten Verspätung habe der Match dann starten können. «Es wird sicher als Kuriosum in die Geschichte der Länderspiele der Schweizer Nati eingehen», so Arnold.

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Quelle: tvo

Mit Tor wird seit Jahren gespielt

Der FC St.Gallen sei sehr erstaunt über den Vorfall gewesen, sagt FCSG-Mediensprecher David Gadze zu FM1Today. «Bisher war mit den Toren immer alles in Ordnung.» Seit Jahren werde mit diesen Toren gespielt, sie seien unter anderem auch im Herbst 2019 bei den Europa-League-Gruppenspielen des FC Lugano im Kybunpark gestanden, wo die Hawk-Eye-Torlinientechnologie zum Einsatz gekommen sei. «Das ist ein aussergewöhnlicher Vorfall. Die Tore sind normiert und werden jeweils in die Halterung gesteckt. Dann stimmt auch die Höhe.»

Dass ein Tor direkt vor dem Spiel noch einmal ausgemessen werde, sei nicht üblich. Das sei am Sonntag nach einem Hinweis des Goalietrainers der Schweizer Nationalmannschaft geschehen. Bei der Platzinspektion am Vormittag und bei der Kontrolle durch die Schiedsrichter vor dem Warmup der Mannschaften habe man keine Unregelmässigkeiten entdeckt. Der FC St.Gallen richtet sich bei der Begründung nach dem SFV. Mit Konsequenzen rechnen die Espen aber nicht. Man werde das Tor sicherlich nochmals überprüfen. Aber eigentlich sei dieses einwandfrei, so Gadze.

Gemäss Arnold prüfe die Fifa nun, ob es wegen der Spielverzögerung zu einer Busse kommen wird.

(gbo/dab)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 29. März 2021 17:46
aktualisiert: 30. März 2021 05:34