EM-Qualifikation

Österreich fast am Ziel, Finnland vor erster Qualifikation

14. November 2019, 06:37 Uhr
Antoine Griezmann kann mit Frankreich heute Abend das EM-Ticket sichern
© KEYSTONE/EPA/IAN LANGSDON
Mit der Ukraine, Spanien, Italien, Polen, Belgien und Russland stehen vor den letzten beiden Runden in der EM-Qualifikation 6 der 24 EM-Teilnehmer fest. 14 weitere Teams kommen bis am Dienstag dazu.

Die Schweiz schafft es, wenn sie gegen Georgien und Gibraltar vier Punkte holt. Die letzten vier Mannschaften werden in den Playoffs Ende März 2020 ermittelt. Ein Blick auf die 10 Qualifikationsgruppen vor dem Endspurt:

Gruppe A

Bereits qualifiziert: keiner.

Die Ausgangslage: England (15), Tschechien (12) und Kosovo (11) haben noch die Chance, sich direkt zu qualifizieren. England reicht ein Remis am Donnerstag im Heimspiel gegen Montenegro. Tschechien schafft es mit einem Heimsieg gegen den von Bernard Challandes trainierten Kosovo. Die Auswahl vom Balkan benötigt wohl zwei Erfolge - erst in Tschechien, dann zuhause gegen England. Challandes und sein Team haben aber noch den Joker der Playoffs in der Hinterhand. Dort würde der Kosovo auf Georgien und Weissrussland sowie höchstwahrscheinlich auf Nordmazedonien treffen.

Gruppe B

Bereits qualifiziert: Ukraine.

Die Ausgangslage: Portugal (11) reichen zwei Siege gegen Litauen und in Luxemburg. Serbien (10) muss die Heimspiele gegen Luxemburg und Ukraine gewinnen und dabei auf einen Ausrutscher von Cristiano Ronaldo & Co. hoffen. Das realistische Szenario für die Serben ist der Gang in die Playoffs gegen Schottland sowie wohl gegen Norwegen und Finnland oder Bulgarien.

Gruppe C

Bereits qualifiziert: keiner.

Die Ausgangslage: Die Niederlande (15) und Deutschland (15) sind gegenüber Nordirland (12) im Vorteil. Sie spielen beide noch gegen die Briten und können diese mit einem Unentschieden im Direktduell entscheidend auf Distanz halten - oder mit einem Heimsieg gegen Estland (Niederlande) beziehungsweise Weissrussland. Nordirland dagegen muss wohl beide Partien gegen die favorisierten Kontrahenten hoch gewinnen, um sich direkt zu qualifizieren. Die Nordiren dürften aber im Normalfall zumindest die Playoffs erreichen.

Gruppe D

Bereits qualifiziert: keiner.

Die Ausgangslage: Vom Trio Dänemark (12)/Irland (12)/Schweiz (11) haben die Schweizer die beste Ausgangslage, obwohl sie derzeit nur Platz 3 belegen. Vier Punkte gegen Georgien und Gibraltar reichen. Gewinnt Dänemark am Freitag gegen Gibraltar, kommt es am Montag in Dublin gegen Irland zum Showdown. Die Iren brauchen dannzumal einen Heimsieg. Dänemark hat als Gruppensieger der Nations League einen Platz in den Playoffs auf sicher, Irland würde diese wohl ebenfalls erreichen.

Gruppe E

Bereits qualifiziert: keiner.

Die Ausgangslage: Kroatien (14) schafft die Qualifikation mit einem Remis im Heimspiel gegen die Slowakei (10). Im Falle einer Niederlage riskiert der WM-Finalist, am spielfreien letzten Spieltag von den Slowaken und von den Ungarn (12), das dannzumal in Wales antritt, überholt zu werden. Chancen auf die direkte Qualifikation hat auch Wales (8), das mit zwei Siegen in Aserbaidschan und gegen Ungarn noch hoffen kann.

Gruppe F

Bereits qualifiziert: Spanien.

Die Ausgangslage: Schweden (15) gegen Rumänien (14) ist am Freitag in Bukarest der vorgezogene Final um Platz 2 hinter Spanien. Die Skandinavier wären mit einem Remis wohl zufrieden, weil sie zum Abschluss zuhause gegen die Färöer antreten. Rumänien braucht wohl einen 1:0-Sieg oder einen Erfolg mit mehr als einem Tor Differenz (die Schweden gewannen das Hinspiel 2:1) und danach mindestens einen Punkt in Spanien. Norwegen (11) hat nur noch theoretische Chancen auf die direkte Qualifikation, im Gegensatz zu den Rumänen allerdings einen Platz in den Playoffs auf sicher.

Gruppe G

Bereits qualifiziert: Polen.

Die Ausgangslage: Österreich (16), das im März mit zwei Niederlagen zur Qualifikation gestartet ist, reicht am Samstag im Heimspiel gegen Nordmazedonien (11) ein Remis. Geht diese Mission in Wien schief, könnte die ÖFB-Auswahl den fehlenden Punkt auch am Dienstag auswärts gegen das punktelose Lettland noch holen. Israel (11) und Nordmazedonien bleibt wohl nur der Umweg über die Playoffs. Slowenien (11) kann diese nicht erreichen.

Gruppe H

Bereits qualifiziert: keiner.

Die Ausgangslage: Holt die Türkei (19) am Donnerstag zuhause gegen Island (15) mindestens einen Punkt, ist alles entschieden. Dann stünde auch Frankreich als EM-Teilnehmer fest, selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass der Weltmeister seine abschliessenden Spiele gegen Moldawien und Albanien verliert. So oder so reichen Frankreich zwei Punkte, und die Türkei kann sich wohl auch eine Niederlage gegen Island leisten. Sie könnte das EM-Ticket dann auch noch mit einem Auswärtssieg in Andorra lösen. Island dürfte im Normalfall die Playoffs bestreiten können.

Gruppe I

Bereits qualifiziert: Belgien, Russland.

Die Ausgangslage: Die restlichen sechs Spiele haben nur noch Test-Charakter. Schottland steht als Teilnehmer an den Playoffs fest, weil es in der Liga C der Nations League Gruppensieger wurde. Zypern, Kasachstan und San Marino haben nicht einmal mehr Chancen, die Playoffs zu erreichen.

Gruppe J

Bereits qualifiziert: Italien.

Die Ausgangslage: Ein Heimsieg am Freitag gegen Liechtenstein, und Finnland (15) steht erstmals als Teilnehmer einer WM- oder EM-Endrunde fest. Den zweiten Matchball hätten die Nordeuropäer drei Tage später auswärts gegen Griechenland. Und selbst wenn Finnland zweimal verlieren sollte, kann es darauf hoffen, dass Armenien (10) und Bosnien-Herzegowina (10) nicht zweimal gewinnen. Schliesslich spielen beide noch gegen den makellosen Gruppensieger Italien. Bosnien erreicht als Gruppensieger der Nations League auf jeden Fall die Playoffs, Armenien dürfte diese wohl verpassen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. November 2019 06:20
aktualisiert: 14. November 2019 06:37