Champions League

Paris Saint-Germain mit der Wende in der Schlussphase

13. August 2020, 05:32 Uhr
Paris Saint-Germain schoss sich in den letzten Minuten in den Halbfinal
© KEYSTONE/EPA/David Ramos / POOL
Paris Saint-Germain qualifiziert sich dank zwei späten Toren für die Halbfinals der Champions League. In der 90. und 93. Minute fielen die Tore zum 2:1-Sieg gegen Atalanta Bergamo.

Für Paris Saint-Germain schien es eine weitere Enttäuschung im internationalen Geschäft abzusetzen. Der französische Meister lag gegen den Aussenseiter aus Bergamo bis in die Schlussphase 0:1 zurück. Dann verliessen die Italiener die Kräfte. Der Schweizer Remo Freuler konnte wegen Krämpfen nicht mehr rennen. Die Auswechslungen hatte Trainer Gian Piero Gasperini schon alle vorgenommen. Da schlug PSG doch noch zu. Zuerst konnte Marquinhos einen Ball nach Vorlagen von Neymar über die Linie bugsieren. Und keine vier Minuten später sorgten Kylian Mbappé und Neymar im Zusammenspiel für die Entscheidung - Maxim Choupo-Moting profitierte und traf zum 2:1. Atalanta war in der der 26. Minute durch den Kroaten Mario Pasalic zu Recht in Führung gegangen.

Paris Saint-Germain verdiente sich den Sieg dank einer Leistungssteigerung in der letzten halben Stunde. Vor allem die Einwechslung von Mbappé, der nach einer mehrwöchigen Verletzung erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam, brachte den Parisern den Schwung, den sie so lange vermissen lassen hatten. Lange Zeit sorgte nur Neymar für Gefahr im Strafraum von Atalanta. Im Abschluss war der Brasilianer aber glücklos. Zweimal verfehlte er das Tor in der ersten Halbzeit aus guten Positionen, das erste Mal in der 4. Minute, als er alleine auf Goalie Marco Sportiello zulaufen konnte. Am Ende war dann doch Neymar der Matchwinner.

Gian Piero Gasperini, der 62-Jährige Baumeister der jüngsten Erfolge von Atalanta, hatte sich gewünscht, dass seine Mannschaft ihrer Philosophie treu bleibt - auch in Lissabon im ersten Champions-League-Viertelfinal der Vereinsgeschichte. Er wurde nicht enttäuscht. Atalanta Bergamo spielte auch gegen Paris Saint-Germain offensiv und furchtlos. Der Dritte der Serie A setzte in der ersten Stunde mit seinem Pressing den Franzosen zu, eroberte die Bälle früh und stürmte dann mit Tempo Richtung Tor. Keylor Navas, der costa-ricanische Goalie, musste noch vor dem 0:1 zweimal mit starken Paraden retten. Erst in der Schlussphase reichte die Kraft des Aussenseiters nicht mehr.

Paris Saint-Germain trifft nun am kommenden Dienstag im Halbfinal auf Atlético Madrid oder Leipzig.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. August 2020 23:40
aktualisiert: 13. August 2020 05:32