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Red Bull kauft sich einen Aufstieg

René Rödiger, 28. März 2019, 10:24 Uhr
Seit zwölf Jahren will Red Bull mit seiner brasilianischen Fussball-Mannschaft RB Brasil aus der Unterklassigkeit aufsteigen. Weil das einfach nicht klappen will, hat das Unternehmen sich jetzt den Aufstieg durchs Hintertürchen gekauft.
RB Brasil ist nach der Fusion plötzlich zweitklassig.
© RB Brasil

In einem Punkt unterscheidet sich Red Bull nicht von anderen Fussball-Investoren: Sie wollen Erfolg. Und das Unternehmen aus Österreich investiert viel in den Fussball. So stieg Red Bull 2005 beim damaligen SV Austria Salzburg ein, 2006 folgten die New York Red Bulls (ehemals MetroStars), 2009 wurde der RasenBallsport Leipzig gegründet, nachdem Red Bull das Startrecht der fünftklassigen Oberliga Nordost vom SSV Markranstädt übernommen hat.

Ja, Red Bull weiss, wie man sich im Fussball schnell nach oben kauft. Aber nicht jedes Investment war so erfolgreich. Vor zwölf Jahren gründete Red Bull in Brasilien den Club RB Brasil und startete in der vierten Liga. Dass viel Geld eben nicht automatisch Erfolg bedeutet, musste der Getränkehersteller dort auf die harte Tour lernen. Mit dem Aufstieg wollte es einfach nicht klappen.

Jetzt hat der Dosenhersteller genug. Klappt es nicht auf dem sportlichen Weg, richtet es das Geld. Red Bull kaufte kurzerhand CA Bragantino aus der zweithöchsten brasilianischen Liga, fusioniert ihn mit RB Brasil und tauft ihn in RB Bragantino um. Zehn Millionen Euro investiert Red Bull in den «neuen» Verein, der Ende April in die Liga startet. Der Aufstieg in die höchste Spielklasse soll möglichst rasch gelingen.

Ob die alte Fussballerweisheit «Geld kauft keine Titel» stimmt, lässt sich nicht beweisen. Aber dass Geld zumindest Aufstiege kaufen kann, hat Red Bull damit gezeigt.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 28. März 2019 10:24
aktualisiert: 28. März 2019 10:24