Super League

Sion muss drei Punkte aus Zürich mitnehmen

28. Juli 2020, 05:42 Uhr
Noch darf Trainer Paolo Tramezzani für seine Sittener guten Mutes sein
© KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Das Nachtragsspiel vom Dienstag in der Super League ist für den FC Zürich weniger brisant als für den FC Sion, den er im Letzigrund empfängt.

Nachdem nur noch die strenge Mathematik sich dagegen sträubt, dass Neuchâtel Xamax nach zwei Saisons im Oberhaus in die Challenge League wird zurückkehren müssen, richtet sich das Interesse in der unteren Hälfte der Tabelle ausschliesslich auf das Fernduell zwischen Thun und Sion, das Fernduell im Kampf gegen den 9. Platz, der in die Barragespiele führen wird.

Bevor die Partie, die am 11. Juli hätte stattfinden sollen und wegen des Coronavirus-Vorfalls beim FC Zürich verschoben wurde, am Dienstag um 20.30 Uhr nachgeholt wird, liegen die Walliser als Neunte drei Punkte hinter Thun. Sie müssen also gewinnen, um zuerst einmal gleichzuziehen. Betrachtet man die Restprogramme der Kontrahenten, muss man den Berner Oberländern auf dem Papier die besseren Chancen einräumen. Sie spielen noch daheim gegen Basel und treten zum Abschluss in Zürich an. Sion dagegen wird den hochkonzentrierten Meisteranwärter YB empfangen und nach Genf zu Servette reisen, zum giftigsten Derby der Romandie.

Auch zuletzt, als sie fünfmal in Folge nicht verloren, hatten die Walliser grosse Mühe mit dem Toreschiessen. Seit Ende November haben sie nur einmal (kürzlich beim 2:1 in Luzern) mehr als ein Tor in einem Spiel erzielt.

Die Fortschritte, die die Mannschaft unter Trainer Paolo Tramezzani seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft gemacht hat, sind unübersehbar. Unübersehbar ist aber auch, dass ein effizienter Stürmer fehlt, ebenso ein Spieler, der aus dem Mittelfeld Druck macht und Pässe liefert. Der effiziente Stürmer könnte Patrick Luan sein, aber der Brasilianer ist im Finish der Saison verletzt.

Das Nachtragsspiel vom Dienstag im Überblick:

Zürich - Sion (bisherige Duelle der Saison: 1:3, 4:2, 1:1). - Nachtragsspiel der 30. Runde. - Dienstag, 20.30 Uhr. - SR Horisberger. - Absenzen: Schönbächler (gesperrt), Tosin, Mahi und Janjicic (alle verletzt); Cavaré, Luan, Raphael (alle verletzt). - Statistik: Es ist eines der Duelle eingesessener Superligisten, aus dem man keine Gesetzmässigkeit herauslesen kann. Heimsiege und Auswärtssiege für beide Mannschaften wechseln sich ab. Gesetzmässigkeiten zeigen sich aber im jüngsten Abschneiden. Der Coronavirus-Vorfall vom 10. Juli hat den zuvor recht guten Rhythmus der Zürcher gebrochen. Seither verlor die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin vier von vier Spielen, und dies mit 1:13 Toren. In die andere Richtung bewegen sich die Sittener unter dem reaktivierten Trainer Paolo Tramezzani. Seit fünf Spielen sind sie unbesiegt. Sie konnten es dadurch vermeiden, sich vom ebenfalls fleissig punktenden FC Thun im Kampf gegen den Barrage-Platz abschütteln zu lassen.

Rangliste: 1. Young Boys 34/70 (76:40). 2. St. Gallen 34/65 (72:53). 3. Basel 34/60 (74:38). 4. Servette 34/49 (55:43). 5. Zürich 33/42 (41:65). 6. Luzern 34/42 (40:49). 7. Lugano 34/41 (42:45). 8. Thun 34/36 (42:64). 9. Sion 33/33 (36:53). 10. Neuchâtel Xamax FCS 34/27 (33:61).

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. Juli 2020 04:05
aktualisiert: 28. Juli 2020 05:42