Luzern - Sion 3:1

Starke Luzerner erzwingen die Wende

20. Oktober 2019, 18:18 Uhr
Der Luzerner Torschütze Ibrahima Ndiaye (links) im Zweikampf mit Sions Mickael Facchinetti
Der Luzerner Torschütze Ibrahima Ndiaye (links) im Zweikampf mit Sions Mickael Facchinetti
© KEYSTONE/PATRICK STRAUB
Mit einer tollen Leistung gewinnt der FC Luzern daheim gegen Sion nach einem frühen Rückstand 3:1. Ibrahima Ndiaye, Pascal Schürpf und Francesco Margiotta sorgen in der zweiten Hälfte für die Wende.

Gegen Sion, das seine letzten drei Meisterschaftsspiele in Luzern für sich entschieden hatte, zeigte die Mannschaft von Trainer Thomas Häberli ihre beste Leistung der Saison; sie war wohl noch besser als jene beim 2:2 gegen YB.

Die Luzerner machten von Anfang an Dampf und Druck, sodass die Sittener Führung nach 19 Minuten aus dem Nichts kam. Und fest stand das Tor erst nach einem VAR-Entscheid, bei dem sich Schiedsrichter Adrien Jaccottet bestätigt sah, dass der Torschütze Seydou Doumbia um wenige Zentimeter nicht aus dem Offside gestartet war. Im Abschluss zeigte der Ivorer wieder einmal seine Schlitzohrigkeit. Aus spitzem Winkel düpierte er Luzerns Goalie Marius Müller mit einem ansatzlosen Schieber.

In der zweiten Hälfte hielten die Sittener dem hohen Druck nicht mehr Stand. Sie liessen in relativ kurzer Zeit drei Tore und einen Pfostenschuss (von Blessing Eleke) über sich ergehen. Als Mann des Spiels profilierte sich Francesco Margiotta. Der italienische Stürmer, der beim FCL besser zur Geltung kommt als in der letzten Saison bei Lausanne-Sport in der Challenge League, bereitete die Kopfballtore von Ndiaye un Schürpf vor und erzielte das 3:1 nach 72 Minuten selber. Das Luzerner Publikum quittierte den Auftritt der gesamten Mannschaft mit anhaltendem Beifall.

Keinen Applaus werden die Sittener von Trainer Stéphane Henchoz und Präsident Christian Constantin bekommen. Bei der vierten Niederlage in Serie - nachdem sie vorher fünf Spiele am Stück gewonnen hatten - zeigten sie ein matte Leistung. Weder nach dem 1:1 noch nach dem Rückstand waren sie zu einem Aufbäumen fähig.

Luzern - Sion 3:1 (0:1)

8593 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 19. Doumbia (Lenjani) 0:1. 53. Ndiaye (Margiotta) 1:1. 58. Schürpf (Margiotta) 2:1. 72. Margiotta (Males) 3:1.

Luzern: Müller; Kakabadse, Knezevic, Lucas, Sidler; Schulz (57. Grether), Voca; Ndiaye, Margiotta (84. Matos), Schürpf; Eleke (66. Males).

Sion: Mitrjuschkin; Maçeiras, Ndoye, Abdellaoui, Facchinetti; Song, André; Kasami, Grgic (65. Uldrikis), Lenjani 63. Itaitinga); Doumbia (76. Luan).

Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Ndenge und Schwegler (alle verletzt). Sion ohne Toma, Zock (beide gesperrt), Fickentscher, Kouassi, Adão, Khasa und Raphael (alle verletzt). 54. Pfostenschuss Eleke). Verwarnungen: 45. Knezevic (Reklamieren), 90. Abdellaoui (Foul), 94. Ndoye (Foul).

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. Oktober 2019 18:10
aktualisiert: 20. Oktober 2019 18:18