Was der FCSG und Usher gemeinsam haben

Sandro Zulian, 4. März 2017, 10:15 Uhr
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Beim FCSG ist Wiedergutmachung angesagt. Das Lugano-Spiel war eines zum vergessen. Am Sonntag (ab 13:45 Uhr im Liveticker) können es die Espen auswärts gegen Sion besser machen. FCSG-Trainer Joe Zinnbauer über das miserable letzte Spiel, den FC Wil und seinen Lieblingssong.

«Das Lugano-Spiel müssen wir abhaken, das war einfach schlecht», gibt FC St.Gallen-Coach Joe Zinnbauer unverblümt zu. Der «Grottentschutt», den Zinnbauers Mannen am Sonntag dem schockierten Publikum boten, hat keine andere Bezeichnung verdient. Dessen sind sich auch die Spieler bewusst, sagt Zinnbauer: «Direkt nach dem Spiel wussten alle, dass sie zu wenig gearbeitet haben.» Das Lugano-Spiel wurde in der Folge analysiert und den vergebenen Chancen nachgetrauert: «Trotz allem hatten wir drei gute Möglichkeiten.» Mit Hagguis Kopfball an den Pfosten waren es sogar vier. «Eine davon hätten wir machen müssen.»

Der unbeständige Fussball

«Ein Sieg in Sion ist nicht unrealistisch», sagt Zinnbauer. Die Mannschaft sei vor dem Lugano-Spiel gut drauf gewesen und habe solide Leistungen gezeigt. «Das ist genau das Gefährliche am Fussball. Nach einer guten Phase denken alle 'jetzt läufts'». Doch der Fussball ist nicht beständig. Alles kann sich jederzeit ändern. Vor Sion brauche man derweil nicht zu warnen. «Der Club hat eine riesige Serie gespielt, sowohl in der Vor- als auch in der Rückrunde. Jeder Spieler weiss, was auf uns zukommt.» Sion habe wenig Schwächen, ein breites Kader und sehr gute Offensivqualitäten. «Wir versuchen, wie zuletzt auswärts gegen Bern, das Maximum rauszuholen», sagt Zinnbauer.

«Die Lage des FC Wil hat auf uns keinen Einfluss»

Dabei gilt es, sich von nichts ablenken zu lassen. Auch nicht von den Querelen um den FC Wil. Darauf angesprochen gibt sich Zinnbauer zurückhaltend: «Ich finde es sehr schade, was dem Club zugestossen ist.» Der FC Wil pflegt mit St.Gallen eine enge Partnerschaft im Juniorenbereich. Gewisse Mitarbeiter und Spieler hätten jetzt Existenzängste, sagt Zinnbauer. «Mitarbeiter, Fans und auch Ehrenamtliche werden mit solchen Sachen bestraft.» Zinnbauer hofft, dass der FC Wil die Kurve kriegt: «Es wäre schön, wenn der Club das sinkende Boot doch noch ans Land bringen könnten.» Die prekäre Lage des FC Wil tangiert Zinnbauer allerdings peripher: «Wir kriegen es natürlich durch die Medien mit, doch wir lassen uns davon nicht beeinflussen.»

Zinnbauer hört gerne Chris Brown und Usher

Dreht sich die Welt von Zinnbauer nicht gerade um Fussball, hört er gerne Musik. Sein aktueller Lieblingssong ist «Sometimes» von Chris Brown feat. Usher, verrät er uns. Da würde sich ein Besuch des Openairs Frauenfeld doch anbieten, wo Usher als Headliner auftritt. «Ich hoffe, dass wir die Spiele jetzt mal gewinnen, dann können wir mit Spielern und Staff dahin. Ich würde es mir gerne mal anschauen.» Sozusagen als Belohnung. Der Refrain-Text von Zinnbauers Lieblingssong lautet sinngemäss übersetzt übrigens: «Wir alle scheitern mal». Irgendwie passend.

Sandro Zulian
Quelle: saz
veröffentlicht: 4. März 2017 10:15
aktualisiert: 4. März 2017 10:15