«Wollen kein Stadion voller Frankfurt-Fans»

René Rödiger, 5. August 2019, 13:02 Uhr
Am Donnerstag ist es soweit: Der FC Vaduz empfängt Eintracht Frankfurt. Weil man im Rheinpark Stadion in Vaduz viele Heimfans wünscht, gibt es die Tickets nur vor Ort zu kaufen.

«Die Leute aus der Region sollen zum Handkuss kommen», sagt Pascal Foser, Mediensprecher des FC Vaduz. Wer ein Ticket für die dritte Qualifikationsrunde der Europa League gegen Eintracht Frankfurt will, muss dieses persönlich im Fürstentum abholen. Heute Montag öffnet das Kassenhäuschen um 17.30 Uhr, rund 1000 Tickets gehen in den Verkauf.

Insbesondere aus Deutschland gab es viele Anfragen. «Wir möchten natürlich wenn möglich verhindern, dass es ein Stadion voller Frankfurt-Fans gibt», sagt Foser. Deshalb habe man sich auch dazu entschieden, auf den Onlineverkauf zu verzichten.

Fans reisen für das Ticket nach Vaduz

Foser: «Wir rechnen damit, dass diese Tickets in einer bis zwei Stunden weg sind. Wer am Donnerstag ins Stadion will, sollte früh kommen.» Beim FC Vaduz geht man aufgrund der Rückmeldungen davon aus, dass auch viele Fans aus Frankfurt für den Billettverkauf anreisen werden.

Pascal Foser, Mediensprecher des FC Vaduz. (Bild: pd)
Pascal Foser, Mediensprecher des FC Vaduz. (Bild: pd)

Für internationale Spiele sind im Rheinpark Stadion 6127 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Ein Teil der Tickets geht direkt an Frankfurt, ein Teil an Saisonkartenbesitzer und ein weiterer Teil an Sponsoren und Partner. «Seit klar ist, dass wir auf Frankfurt treffen, laufen unsere Telefonleitungen heiss. Alle wollen dabei sein. Das Stadion wird seit langem mal wieder voll sein», sagt Foser.

Viele kommen im Privatauto

Für Vaduz und den Fussballklub ist es eine spezielle Situation. Foser: «Ein solches Ausmass haben wir noch nie erlebt. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, wir versuchen, möglichst allen Ansprüchen gerecht zu werden.» Auch die Sicherheit ist ein Thema bei einem Spiel in einer solchen Grössenordnung. «Wir stehen in Kontakt mit Frankfurt und es werden Sicherheitsverantwortliche des Klubs mitreisen.»

Verkehrstechnisch erwartet man ebenfalls einen Hosenlupf. Foser: «Frankfurt hat angekündigt, dass sehr viele Leute privat anreisen werden. Einige Fans davon werden kommen, obwohl sie keine Tickets haben. Wir haben vor dem Stadion einige Parkplätze, werden aber sicher auch in der Umgebung Möglichkeiten anbieten. Wir lösen das ähnlich, wie wenn früher der FC St.Gallen in der Super League zu uns gekommen ist.»

(red.)

 

René Rödiger
veröffentlicht: 5. August 2019 13:02
aktualisiert: 5. August 2019 13:02