Gaëtan Haas und die beste Linie der NLA

17. Dezember 2016, 11:05 Uhr
Gaëtan Haas (rechts) beschäftigt gleich zwei Franzosen. Beim 1:0-Sieg der Schweiz gegen den WM-Gastgeber schoss der Bieler Stürmer den einzigen Treffer
Gaëtan Haas (rechts) beschäftigt gleich zwei Franzosen. Beim 1:0-Sieg der Schweiz gegen den WM-Gastgeber schoss der Bieler Stürmer den einzigen Treffer
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Die Sturmlinie mit Gaëtan Haas, Denis Hollenstein und Vincent Praplan überzeugt in Biel beim 1:0 des Nationalteams gegen Frankreich. Auf ihre Tore ist die Schweiz auch gegen Weissrussland angewiesen.

Haas, der in der 8. Minute den einzigen Treffer erzielt hatte, war nach dem Spiel des Lobes voll über seine Teamkollegen, die in der Meisterschaft zusammen mit Tommi Santala die gefährlichste Linie des EHC Kloten bilden. «Sie vertrauen einander, es ist top, wenn du mit ihnen spielen kannst. Es ist die beste Linie in der NLA», so Haas, der auf die kommende Saison von Biel zu Bern wechselt. «Wenn du in einer solchen Linie spielen kannst, macht es das für dich persönlich viel einfacher.»

Es sei eigentlich schade, dass Santala nicht für die Schweiz spielen könne, scherzte Haas. Haas «vertrat» Santala aber perfekt und fügte sich sehr gut in das Zusammenspiel mit den beiden Klotener Flügelstürmern ein. Es habe gut geklappt, bestätigte Haas nach dem verdienten und hart erkämpften Minisieg gegen die Franzosen. Aber auch ihnen habe vor dem Tor die letzte Konsequenz gefehlt.

Heute im Final des Heimturniers gegen Weissrussland werden die Schweizer wohl mehr als einen Treffer erzielen müssen, wenn sie gewinnen wollen. Die Weissrussen überzeugten im Halbfinal gegen die Slowakei mit einem 7:1-Erfolg. Und unter Trainer Patrick Fischer verloren die Schweizer letzte Saison zwei der bereits drei Duelle.

Der Tenor nach dem Sieg über die Franzosen war klar. Trainer Fischer: «Mit unserer Defensive sind wir zufrieden. Wir gestanden den Franzosen sehr wenig zu. Das war das Positive in unserem Spiel. Verbessern müssen wir uns aber in der Offensive. Wir haben viele Chancen gehabt und zu viele dieser Chancen vergeben. Wir hätten die Partie früher entscheiden müssen.»

Dass die Schweizer gegen Frankreich defensiv makellos blieben, lag auch an Torhüter Leonardo Genoni. Der Keeper des SC Bern musste zwar nicht allzu viele Pucks abwehren. Wenn aber einmal ein Schuss auf sein Tor kam, war er zur Stelle. Am Ende feierte Genoni seinen fünften Shutout im Trikot des Nationalteams.

Gegen Weissrussland wird Jonas Hiller das Schweizer Tor hüten. Für den ehemaligen Keeper, wie Haas ein Spieler des gastgebenden EHC Biel, ist es der erste Auftritt mit dem Nationalteam seit den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 17. Dezember 2016 09:38
aktualisiert: 17. Dezember 2016 11:05