Judo

Grossklaus hielt sich achtbar

29. August 2019, 13:31 Uhr
Ciril Grossklaus zog sich an der WM in Tokio achtbar aus der Affäre
Ciril Grossklaus zog sich an der WM in Tokio achtbar aus der Affäre
© KEYSTONE/AP MTI/TIBOR ILLYES
Ciril Grossklaus zog sich an den Judo-Weltmeisterschaften in Tokio als letzter Schweizer Teilnehmer mit einem Ausscheiden in den Achtelfinals achtbar aus der Affäre.

Der EM-Siebte im Limit bis 90 kg erkämpfte sich als einziger aus dem Schweizer Quartett am nächstjährigen Olympia-Austragungsort zwei Siege.

Der 28-jährige Grossklaus wurde vom Schweden Marcus Nyman nach 50 Sekunden mit Ippon gestoppt. Der vorangehende Sieg gegen die Weltnummer 20, den Tschechen David Klammert, hatte dem Schweizer Olympia-Teilnehmer von 2016 viel Kraft gekostet. Der Aargauer, der vor der WM in diesem «unbereinigten» Ranking als Nummer 35 seines Limits geführt wurde, war erst im Golden Score nach total 6:08 Minuten Kampfzeit zum Gewinner ausgerufen worden. Für Grossklaus war es der fünfte Sieg im fünften Duell auf World-Tour-Stufe gegen Klammert.

Zum Auftakt hatte Grossklaus den Ghanaer Victor Ahiavor mit Waza-Ari bezwungen. Grossklaus, der an der EM in Minsk (European Games) mit einem Sieg über den spanischen Weltranglisten-Ersten Nikoloz Sherazadishvili imponiert hatte, bestätigte mit seinem WM-Abschneiden, dass er bei den Schweizer Männern der aussichtsreichste Anwärter für einen Olympia-Startplatz 2020 ist. Bei den Frauen ist dies die Weltranglisten-Neunte Evelyne Tschopp (52 kg), die wie Grossklaus von Rio de Janeiro her über Olympia-Erfahrung verfügt.

Die zweijährige Olympia-Qualifikation für Tokio endet am 24. Mai 2020. Es qualifizieren sich die Top 18 bei beiden Geschlechtern, wobei nur ein Athlet pro Land in Tokio startberechtigt ist. In den Weltranglisten werden aktuell mehrere Athleten aus einem Land geführt. Zusätzlich gibt es die Kontinentalquote (Athleten nach Top 18), über die sich maximal ein Athlet pro Land und maximal zwei Athleten pro Kontinent und Gewichtsklasse qualifizieren können.

Quelle: sda
veröffentlicht: 29. August 2019 13:30
aktualisiert: 29. August 2019 13:31