Slowenien

Handball Frauen-Nationalteam zum ersten Mal überhaupt an einer EM

Fabiola Hostettler, 4. November 2022, 15:50 Uhr
Am 4. November um 18 Uhr steht an der «EHF EURO 2022» das erste Spiel der Schweiz an. Ein historischer Tag: Noch nie zuvor konnte das Schweizer Frauen-Nationalteam an einer Endrunde mitmischen. Mit dabei sind auch vier St.Gallerinnen.
Handball Frauen-Nationalteam freut sich nach dem Sieg über Litauen über die erstmalige EM-Qualifikation.
© Alexander Wagner - SHV
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Die Schweizer Handballerinnen spielten schon unzählige Qualifikationen, nun hat es zum ersten Mal geklappt. Das Team kann zur Endrunde fahren, die dieses Jahr in Slowenien, Montenegro und Nordmazedonien stattfindet. Das erste Spiel der Schweizer Frauen steht am 4. November um 18 Uhr an.

Junge St.Galler Vertretung

Im 18-köpfigen Kader stehen auch vier Spielerinnen, die beim LC Brühl engagiert sind. Die 27-jährige Sladana Dokovic, die 19-jährige Tabea Schmid, die 22-jährige Dimitra Hess und die 19-jährige Malin Altherr spielen für die Schweiz.

Vorbereitung in Spanien

Zur Vorbereitung auf die Endrunde absolvierte das Team ein Turnier in Spanien. An diesem trat es gegen die Nationalteams von Tunesien, Ägypten und Spanien an. Die Resultate können sich sehen lassen: Gegen Ägypten und Tunesien konnten die Schweizerinnen klare Siege einfahren. Einzig gegen die Gastgeberinnen Spanien verloren sie und konnten so den zweiten Rang des Turniers belegen.

Das Kader habe mit diesen Resultaten eine klare Leistungssteigerung bewiesen, schätzt die ehemalige Nationalspielerin Noëlle Striffeler ein: «Gegen Tunesien waren frühere Spiele immer knapp. Dieses klare Resultat zeigt den Fortschritt des Teams.» Der Angriff sei besser und «früher fehlten uns oft die einfachen Tore durch schnelle Gegenstösse». Dies habe sich unter Nationaltrainer Martin Albertsen sichtlich verbessert.

Die Qualifikation für die EM-Endrunde schaffte das Team bereits im März. Dies im Spiel gegen Litauen, welches die Schweizerinnen mit 34:18 klar für sich entschieden. «Es ist eine sehr unerwartete Chance, die sich dem Team durch die spezielle Lage ergeben hat», sagt Striffeler .

Happige Gruppe für EM-Debüt

Nach dem Turnier in Spanien reiste das Nationalteam dann direkt in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Die Gegnerinnen sind allesamt an der Weltspitze einzuordnen. «Es ist eine Hammer-Gruppe», so Striffeler.

Am Freitag wartet Ungarn, das auf einen breiten und erfahrenen Kader zurückgreifen kann. Von den 21 nominierten Spielerinnen sind elf mit ihren jeweiligen Klubteams in der Champions League aktiv.

Zwei Tage später folgt der Vergleich mit Norwegen, ein Team voller hochkarätigen Spielerinnen wie Nora Mørk oder Stine Bredal Oftedal. Die Skandinavierinnen gewannen letzten Dezember die Goldmedaille an der WM in Spanien und haben erneut grosse Ambitionen.

Zuletzt stellt sich die Schweiz Kroatien, die an der letzten Europameisterschaft 2020 die Bronzemedaille holten. «Mehrere Kroatinnen müssen verletzt pausieren. Erwischen die Schweizerinnen einen guten Tag, liegt ein Wunder drin», sagt Striffeler. Ein Sieg würde reichen, um in die Hauptrunde vorzudringen, ergänzt die ehemalige Nationalspielerin.

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 4. November 2022 10:45
aktualisiert: 4. November 2022 15:50