Federer spricht über Abschied

«Ich glaube nicht, dass ich Tennis brauche»

12. Juli 2022, 12:09 Uhr
Roger Federer kämpft seit über einem Jahr für sein Tennis-Comeback. Nun spricht er in einer niederländischen Zeitung offen über den Abschied von der grossen Bühne. Werden wir King Roger noch einmal auf dem Tennisplatz erleben dürfen?

Am Montag rutschte Roger Federer erstmals seit 1997 aus der ATP-Weltrangliste. Wegen einer Knieverletzung bestritt der 40-Jährige seit über einem Jahr kein ATP-Match mehr und konnte demnach keine Punkte sammeln. Immer und immer wieder verkündeten die Medien das baldige Karriereende.

Comeback im Herbst?

Doch so schnell will sich der 20-fache Grand-Slam-Sieger nicht geschlagen geben. Im Herbst will Federer sein Comeback geben. Zuerst beim Laver Cup im September in Prag und danach bei seinem Heimturnier in Basel im Oktober.

Bis dahin hat Federer Zeit, wieder fit zu werden. Aber auch über die Zeit nach dem Karriereende nachzudenken. In einem Interview mit der niederländischen Zeitung «Algemeen Dagblad» spricht er nun ganz offen über seinen Abschied. «Ich liebe es, zu gewinnen. Aber wenn du nicht mehr mithalten kannst, dann ist es besser aufzuhören. Ich glaube nicht, dass ich das Tennis brauche», heisst es dort.

«Ich kann ehrlich sagen, dass ich sehr glücklich bin»

Feder betont, dass er auch zu Hause sehr glücklich ist. «Es war schön, auch daheim Ruhe zu erleben.» Die kleinen Dinge würden ihn glücklich machen, etwa Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Tennis sei Teil seines Lebens, aber «es ist nicht meine einzige Identität. Ich will erfolgreich sein – vielleicht manchmal mehr geben, als ich sollte, aber das geht auch ausserhalb des Sports.»

(baz)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 12. Juli 2022 12:08
aktualisiert: 12. Juli 2022 12:09
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