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«Jeder Grün-Weisse verzeiht das»

Sandro Zulian, 17. Mai 2017, 05:56 Uhr
Der FC St.Gallen verliert auswärts gegen den FC Lugano mit 2:3. Die Espen zeigten vor allem in den zweiten 45 Minuten eine ansprechende Leistung. Trotzdem hat es nicht ganz gereicht.

Eine starke Viertelstunde und eine Doublette von Davide Mariani reichten dem FC Lugano, um nach nur einem Punkt aus den letzten beiden Spielen wieder zum Siegen zurückzukehren und Platz 4 zu zementieren. Die Ostschweizer hingegen kassierten im dritten Spiel unter Trainer Giorgio Contini die erste Niederlage und befinden sich in der Tabelle im Niemandsland.

Mit dem ersten Torschuss der Partie brachte Mariani das Heimteam in der 27. Minute in Führung, fünf Minuten später doppelte der Slowene Domen Crnigoj nach. Beide Treffer waren sehenswert: Mariani überraschte Daniel Lopar mit einem satten Weitschuss aus 35 Metern, Crnigoj traf nach einer Flanke von Ezgjan Alioski mit einer Direktabnahme.

Kein schlechter Match der Espen

St. Gallen fand erst nach dem Seitenwechsel in die Partie. Der leicht angeschlagene und erst zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Albian Ajeti brachte Schwung in die Offensive der Gäste, die vor der Pause das Tor von Mirko Salvi kaum in Bedrängnis gebracht hatten. Dank einem Eigentor von Dragan Mihajlovic (66.) und einem herrlichen Weitschuss von Toko (68.), der sein erstes Tor im St. Galler Dress erzielte, kamen die Gäste innerhalb von zwei Minuten zum Ausgleich, der aber nicht lang währte.

Contini findet lobende Worte

Trainer Giorgio Contini lobt die Leistung seines Teams: «Wenn ich mir ansehe, was sie über 90 Minuten abgerufen haben, kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen.» Es sei genau so gekommen, wie es Contini vorausgesehen hatte: «Wenn du so eine Niederlage nach Hause bringst, dann verzeiht das jeder Grün-Weisse. Denn die Leistung war gut.» Weiter findet Contini einige Wort zu den Fehlern, die auf beiden Seiten passiert seien: «Der Fussball lebt von Fehlern, sonst könnten wir ja Schach spielen.» Nach den Toren passiere meist auch eine bewusste oder unbewusste Entspannung im Team. Diese sei dann auch für den umgehenden Gegentreffer von Lugano zum 3:2 verantwortlich.

Entscheidung in der 70. Minute

In der 70. Minute schlug Mariani ein zweites Mal zu und entschied mit seinem siebten Saisontor die unterhaltsame Partie vor gut 4000 Zuschauern zugunsten der Tessiner. Den Treffer bereitete erneut Alioski vor. Mit 16 Treffern und 13 Assists ist der 25-jährige Mazedonier der Topskorer der Super League.

Lugano - St. Gallen 3:2 (2:0)

4045 Zuschauer. - SR Amhof. - Tore: 27. Mariani 1:0. 32. Crnigoj (Alioski) 2:0. 66. Mihajlovic (Eigentor) 2:1. 68. Toko 2:2. 70. Mariani (Alioski) 3:2.

Lugano: Salvi; Cümart, Sulmoni, Rouiller; Piccinocchi (60. Vecsei); Crnigoj, Sabbatini, Mariani (75. Rey), Mihajlovic; Sadiku (79. Carlinhos Junior), Alioski.

St. Gallen: Lopar; Hefti, Gelmi, Haggui, Wittwer; Salihovic; Tafer (79. Babic), Toko; Aleksic (46. Ajeti), Buess, Aratore (88. Schulz).

Bemerkungen: Lugano ohne Golemic (gesperrt), Jozinovic, Rosseti (beide verletzt), St. Gallen ohne Barnetta und Gaudino (beide verletzt). 76. Lattenschuss Sabbatini. Verwarnungen: 12. Cümart (Foul). 64. Ajeti (Reklamieren). 74. Salihovic (Ballwegschlagen).

Rangliste: 1. Basel 32/79 (82:29). 2. Young Boys 32/62 (68:42). 3. Sion 32/48 (54:48). 4. Lugano 33/47 (48:58). 5. Luzern 32/43 (56:59). 6. Grasshoppers 32/37 (43:50). 7. Thun 32/37 (52:61). 8. St. Gallen 33/37 (37:51). 9. Lausanne-Sport 32/31 (47:58). 10. Vaduz 32/26 (40:71).

Sandro Zulian
Quelle: SDA
veröffentlicht: 16. Mai 2017 19:32
aktualisiert: 17. Mai 2017 05:56