Joel Wicki weiter in grandioser Form

3. Juni 2018, 18:53 Uhr
Joel Wicki erlebt man neuerdings fast nur noch in dieser Pose
Joel Wicki erlebt man neuerdings fast nur noch in dieser Pose
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Am Luzerner Kantonalfest vor einer Woche benötigte Joel Wicki 7 Sekunden, um Sven Schurtenberger im Schlussgang zu bodigen. Eine Woche später legt er Roger Baumann noch 2 Sekunden früher ins Sägemehl.

«Dampfmaschine Joel Wicki», titelte die Fachzeitung «Schlussgang» sehr treffend nach dem neuerlichen Start-Ziel-Sieg des 21-jährigen Entlebuchers aus Sörenberg am «Urner Fest» in Attinghausen. Der Anlass war nicht übermässig stark besetzt, beeindruckend waren die Auftritte des nunmehr sechsfachen Kranzfestsiegers jedoch allemal. Seine sechs Gangsiege in Attinghausen brachte Wicki zur Hälfte mit Maximalnoten zustande.

Der Einheimische Andi Imhof verlor gegen Wicki im Anschwingen, danach war er aber der Einzige, der die weiteren fünf Gänge gewann. Wicki musste im Schlussgang mindestens 9,00 Punkte herausholen, um Imhof punktemässig in Schach zu halten.

Am Aargauer Kantonalfest glückte Nick Alpiger die Revanche zum Solothurner Fest vom vorangegangenen Sonntag in Mümliswil. Diesmal behielt der junge Aargauer gegen den Solothurner Routinier Bruno Gisler im Schlussgang die Oberhand. Der Nordwestschweizer Hoffnungsträger aus Staufen bei Lenzburg setzte sich in der 11. Minute mit einem inneren Haken durch. Für Alpiger war es der zweite Kranzfestsieg der Karriere. Gisler hatte in Mümliswil alle sechs Gänge mit dem Total von 59,50 Punkten gewonnen.

Mario Thürig gewann als insgesamt 25. Schwinger den 100. Kranz. Der fünffache Eidgenosse ist nach Willy Graber der zweite Schwinger in dieser Saison, der im Hunderterklub Aufnahme findet. Rekordhalter ist Schwingerkönig Arnold Forrer mit 145 Kränzen.

Das Bern-Jurassische Fest in Orvin war eine in jeder Beziehung zähe Angelegenheit. Zuerst erfolgten die Absagen der verletzten, rekonvaleszenten oder kranken Spitzenschwinger Matthias Glarner, Matthias Sempach und Christian Stucki. Zuletzt erlebten die Zuschauer einen Schlussgang ohne gültiges Resultat zwischen Simon Anderegg und Lukas Renfer. Gleich drei Schwinger standen bereit um den Festsieg zu erben. So freuen sich nun die Eidgenossen Florian Gnägi und Willy Graber sowie der Berner Oberländer Königssohn Ruedi Roschi über den geteilten Festsieg.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 3. Juni 2018 18:33
aktualisiert: 3. Juni 2018 18:53