Joshua strebt Langzeit-Regentschaft an

28. Oktober 2017, 09:14 Uhr
Anthony Joshua (links) vor dem Duell gegen Carlos Takam (rechts)
© KEYSTONE/AP PA/NICK POTTS
Der englische Schwergewichts-Boxweltmeister Anthony Joshua (28) klettert sechs Monate nach seinem spektakulären K.o.-Sieg über den mittlerweile zurückgetretenen Wladimir Klitschko wieder in den Ring.

Gegner in der Nacht auf Sonntag in Cardiff ist der Franzose Carlos Takam. Joshua verteidigt die Titel der Verbände WBA und IBF.

Das Duell wird im überdachten Stadion von Cardiff mit einem Fassungsvermögen von 80'000 Zuschauern ausgetragen. Eigentlich sollte der von Wladimir Klitschko einst brutal k.o. geschlagene Kubrat Pulev gegen Joshua antreten. Der Bulgare musste aber wegen einer Schulterverletzung absagen.

Takam, die Nummer 3 der IBF-Weltrangliste, sprang ein. Der bereits 37-jährige Franzose mit Wurzeln im Kamerun weist eine Bilanz von 35:3 Siegen (27 vorzeitig, 1 Remis) auf. Obschon er nur Aussenseiterchancen gegen den im Profilager makellos gebliebenen Joshua (19:0 Siege, alle vorzeitig) hat, ist er nicht zu unterschätzen.

Takam gilt als Angriffsboxer mit starken Nehmerqualitäten. Deshalb wird er von Joshua nicht abwertend, sondern respektvoll als «Zementkopf» bezeichnet. Dem russischen Olympiasieger Alexander Powetkin oder dem aktuellen WBO-Champion Joseph Parker aus Neuseeländer forderte Takam in engen Kämpfen jeweils alles ab. Gegen Powetkin kassierte er seine bislang einzige K.o.-Niederlage.

Joshua strebt eine lange Regentschaft im Schwergewicht an. Er will 2019 einen Titel-Vereinigungskampf gegen den WBC-Weltmeister Deontay Wilder aus den USA oder WBO-Champion Parker austragen.

Joshua würde auch in diesen Kämpfen als deutlicher Favorit kämpfen. Wirklich gefährlich könnte ihm wohl nur sein im Ring schwer auszurechnender Landsmann Tyson Fury werden, der allerdings aus diversen Gründen in nächster Zeit kein Thema sein wird.

«Anthony will sich alle WM-Gürtel holen und wird deshalb gegen jeden antreten. Wer auch immer da kommt, es gibt keine Ausnahmen», sagte Joshuas Promoter Eddie Hearn.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 28. Oktober 2017 09:00
aktualisiert: 28. Oktober 2017 09:14