Kambundji mit Ausrufezeichen

23. August 2019, 22:23 Uhr
Mujinga Kambundji hat gut lachen
Mujinga Kambundji hat gut lachen
© KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Mujinga Kambundji setzt an den Schweizer Meisterschaften in Basel über 100 m mit 11,00 Sekunden ein Ausrufezeichen. Auch bei den Männern gewinnt mit Alex Wilson der Favorit.

Nach den ersten Rennen in diesem Jahr über 100 m hatte Kambundji leicht gezweifelt. Zwar startete sie später in die Saison, weil der Höhepunkt, die Weltmeisterschaften in Doha (27. September bis 6. Oktober), so spät wie noch nie stattfindet. Dennoch blieb die 27-jährige Bernerin mit 11,27 Sekunden einiges hinter ihren Ansprüchen zurück.

Anfang August steigerte sie sich in Bern auf 11,15 Sekunden. Und nun unterstrich sie im Stadion Schützenmatte, dass der Formaufbau stimmt. Schneller als 11,00 Sekunden war sie erst einmal gelaufen - an den Schweizer Meisterschaften vor einem Jahr in Zofingen (10,95). Die Zeit gewinnt noch an Wert, als ein Gegenwind von 0,2 m/s blies. «Ich fühle mich mega gut», sagte Kambundji. «Ich wäre jedoch gerne unter elf Sekunden geblieben.»

Kambundji lief bei ihrem neunten Meistertitel in Folge in der Königsdisziplin in einer eigenen Kategorie. Die zweitplatzierte Lea Sprunger distanzierte sie um 35 Hundertstel. Die Europameisterin über 400 m Hürden nutzte die Titelkämpfe für einen Schnelligkeitstest. Bronze sicherte sich Salomé Kora (11,58), die zuvor mit 11,13 Sekunden die schnellste Schweizerin in diesem Jahr gewesen war.

Wilson wurde von Sylvain Chuard lange gefordert, ehe er sich auf den letzten Metern doch noch absetzen konnte und zum fünften Mal in Folge über 100 m an Schweizer Meisterschaften triumphierte. Die Siegerzeit des 28-jährigen Baslers betrug 10,26 Sekunden, womit er Chuard um 22 Hundertstel distanzierte. «Ich bin froh, dass ich wieder laufen kann», so Wilson. Er hat harte sechs Wochen mit zwei Verletzungen hinter sich. «Ich bin erst seit zehn Tagen wieder im Training. Die Kraft fehlt momentan noch.» Bronze holte Suganthan Somasundaram (10,65).

Gleich zwei Goldmedaillen sicherte sich Gregori Ott. Der 25-jährige Baselbieter gewann im Kugelstossen und mit dem Diskus. In letzterer Disziplin war es für ihn der erste Meistertitel überhaupt in der Elite-Kategorie.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 23. August 2019 22:17
aktualisiert: 23. August 2019 22:23