Köniz schafft gegen GC die Cup-Sensation

18. September 2015, 21:20 Uhr
In Köniz unsanft gestoppt: die Grasshoppers (im Bild Yoric Ravet)
In Köniz unsanft gestoppt: die Grasshoppers (im Bild Yoric Ravet)
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Köniz sorgt in der ersten Tranche der Cup-Sechzehntelfinals für eine Sensation. Der Leader der Promotion League bezwingt die Grasshoppers 3:1. Derweil steht Thun in den Achtelfinals.

Köniz, der ambitionierte Klub aus der Agglomeration Bern, fügte dem Favoriten aus Zürich die vermutlich bitterste Cup-Niederlage der traditionsreichen Klubgeschichte zu. Rekord-Cupsieger GC war letztmals in der Saison 2009/10 (0:1 gegen Lugano im Sechzehntelfinal) an einem unterklassigen Team gescheitert. Ein Out gegen einen zwei Ligen tiefer spielenden Gegner ist den Grasshoppers seit der erstmaligen Teilnahme am Wettbewerb vor 90 Jahren aber noch nie passiert.

Massgeblich an der Überraschung beteiligt war Altin Osmani, der Topskorer der Könizer. Das frühe 1:0 erzielte der einstige Challenge-League-Spieler per Foulpenalty (5.), vor dem 2:1 durch Ermin Gigic schlug der 25-jährige Albaner den Eckball. Drei Minuten vor Schluss machte der nunmehr zwölffache Torschütze (in neun Pflichtspielen) mittels gekonntem Heber nach einem Konter alles klar. Für die Grasshoppers traf einzig Munas Dabbur, kurz nach dem ersten Gegentor ebenfalls per Foulpenalty.

Die Niederlage von GC überrascht darum, weil die Zürcher in der Super League offensiv bislang am meisten Akzente gesetzt haben. Auch in Köniz lief das Spiel nach der Pause vorwiegend in eine Richtung. Aber Dabbur (73.) und vor allem Caio (78. und 84.) liessen beste Möglichkeiten zum Ausgleich fahrlässig aus.

In der zweiten Partie vom Freitag kam Thun in Lausanne zu einem 1:0-Sieg. Den entscheidenden Treffer für die Berner Oberländer schoss Sandro Wieser. Der Liechtensteiner verwertete in der 83. Minute mittels Kopfball die Freistoss-Flanke von Gianluca Frontino. Challenge-League-Leader Lausanne-Sport hatte sich vor der Pause einige gute Chancen erspielt, das 0:0 nach 45 Minuten entsprach nicht wirklich den Kräfteverhältnissen. Thun zeigte sich derweil effizient: Aus einer guten und zwei halbherzigen Chancen holte der Oberklassige das Maximum heraus.

Quelle: SI
veröffentlicht: 18. September 2015 20:56
aktualisiert: 18. September 2015 21:20