Lara Gut schafft erstmals Maribor-Podestplatz

Laurien Gschwend, 7. Januar 2017, 13:59 Uhr
Die Tessinerin Lara Gut schafft erstmals einen Podestplatz im slowenischen Maribor und wird beim Weltcup-Riesenslalom Dritte hinter der Französin Tessa Worley und der Italienerin Sofia Goggia.

In den beiden Riesenslaloms in Semmering kurz vor dem Jahreswechsel hatte Lara Gut das Podium als Vierte und Sechste knapp verpasst. In Maribor hatte sie nach dem ersten Durchgang erneut auf Platz 4 gelegen, machte im Finale auf Kosten der nach dem ersten Lauf führenden Mikaela Shiffrin aber noch einen Rang gut. Die Amerikanerin, die die beiden Riesenslaloms in Semmering für sich entschieden hatte, wurde Vierte.

Sarganserin klassiert sich als 25.

Weltcup-Punkte gab es für vier weitere Schweizerinnen. Simone Wild fiel im zweiten Durchgang fünf Ränge zurück und klassierte sich auf Position 17. Die Zürcherin lag damit unmittelbar hinter der leicht erkälteten Wendy Holdener. Die 18-jährige Mélanie Meillard klassierte sich als 20., die mit der Nummer 62 gestartete Rahel Kopp als 25.

Für Tessa Worley war es der dritte Riesenslalom-Sieg in diesem Winter nach jenen in Killington und Sestriere. Insgesamt triumphierte die Weltmeisterin von 2013 zum elften Mal im Weltcup.

Sofia Goggia (Italien), Tessa Worley (Frankreich) und Lara Gut (Schweiz). © AP Photo/Marco Trovati
Sofia Goggia (Italien), Tessa Worley (Frankreich) und Lara Gut (Schweiz). © AP Photo/Marco Trovati

Anna Veith im ersten Lauf überzeugend

Deutliche Aufwärtstendenz hatte im ersten Lauf auch Anna Veith gezeigt. Die Österreicherin, die nach den im Oktober 2015 erlittenen schweren Knieverletzungen in Semmering mit den Rängen 49 und 25 ihr Comeback gegeben hatte, hatte im Zwischenklassement Rang 8 eingenommen. Im zweiten Durchgang schied die Salzburgerin aus.

Bei den einheimischen Zuschauern das grösste Interesse generierte natürlich Tina Maze. Die Slowenin, die im vorletzten März ihr letztes Weltcup-Rennen vor ihrer Pause bestritten hatte, unterbrach im ersten Lauf ihre Fahrt nach rund einer halben Minute, um bei ihrem Trainer und Lebensgefährten Andrea Massi kurz innezuhalten. Nach dem letzten Tor schnallte sie die Ski ab und überschritt die Ziellinie zu Fuss. Es war wohl ein Zeichen dafür, dass sie wie schon im Oktober in Sölden angekündigt in Maribor ihr letztes Weltcup-Rennen bestritten hat. Zuletzt hatte Tina Maze in Interviews angedeutet, über den Zeitpunkt ihres Karriere-Endes noch nicht vollends im Klaren zu sein.

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Laurien Gschwend
veröffentlicht: 7. Januar 2017 09:31
aktualisiert: 7. Januar 2017 13:59