Leistungsgerechtes 2:2 nach intensivem Spiel

Fabienne Engbers, 24. Februar 2019, 08:41 Uhr
St.Gallens Vincent Sierro ist während des Spiels nicht zufrieden
St.Gallens Vincent Sierro ist während des Spiels nicht zufrieden
© KEYSTONE/Valentin Flauraud
Zwei Mal gehen die Walliser zuhause im Tourbillon gegen den FC St.Gallen in Führung, zwei Mal können die Espen in kürzester Zeit ausgleichen. Am Schluss trennen sich die Tabellennachbarn in einem guten Spiel verdient Unentschieden. Zu den Spielernoten.

Tor:

Dejan Stojanovic: Note 4,0. Riesiger Bock beim direkt verwandelten Eckball von Kasami, den muss er einfach halten, auch wenn Nuhu ihn noch irritiert. Danach rettet er aber noch mehrmals das 1:1, wodurch er sich trotz allem eine genügende Note verdient.

Verteidigung:

Andreas Wittwer: Note 4,5. Eine weitere solide Leistung vom Aussenverteidiger, ohne gross aufzufallen. Einige Fehlpässe, aber auch viele gewonnene Zweikämpfe

Leonidas Stergiou: Note 4,5. Ist für sein Alter unglaublich stark im Zweikampf, muss aber bei der zweiten Sion-Führung kurz Lehrgeld bezahlen, als er beim Haken vom Lenjani noch unglücklich ausgleitet. Hat mit zunehmender Spieldauer Mühe mit dem physischen Spiel von Kasami.

Silvan Hefti: Note 5,0. Wird im Zweikampf immer robuster, nachdem er zu Beginn auf seiner neuen Position noch zu leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen war. Insgesamt eine gute Leistung vom Captain mit einigen guten Angriffsauslösungen.

Nicolas Lüchinger: Note 5,0. Der Rheintaler zeigt nach zuletzt eher durchzogenen Leistungen aufsteigende Tendenz. Er klärt einige Male robust und an der Grenze des Erlaubten, ist sich bei einem Sion-Konter auch nicht zu schade, sich durch ein wichtiges und richtiges taktisches Foul für die Mannschaft aufzuopfern.

Mittelfeld:

Jordi Quintillà: Note 5,5. Eine weitere überragende Partie des Katalanen. Muss sich manchmal mehrmals um seine eigene Achse drehen, bis seine Mitspieler auf seine Ideen eingehen, verliert dabei aber den Ball trotzdem kaum je.

Musah Nuhu: Note 3,5. Unglücklicher Abend für den jungen Mittelfeldspieler. Beginnt sehr stark, zeigt sich initial passsicher und gewinnt viele Zweikämpfe. Nach dem unglücklichen ersten Gegentor, bei dem er Stojanovic irritiert, und einer harten gelben Karte wirkt er dann gehemmt und wird rotgefährdet von Zeidler schon vor der Pause ausgewechselt.

Vincent Sierro: Note 4,5. Der Walliser zeigt in seiner Heimat starke Nerven, als er einen Penalty vor dem Heimpublikum eiskalt verwandelt. Ist ansonsten ziemlich unauffällig und mit wenig zündenden Ideen.

Sturm:

Yannis Tafer: Note 4,5. Beginnt stark und kann sich zu Beginn des Spiels gleich mehrmals gegen seine Gegenspieler auf dem Flügel durchsetzen. Wird dann nach der Auswechslung von Nuhu ins Mittelfeld zurückgezogen, wo er einige Konter gut einleitet, dazwischen aber auch immer wieder einmal abtaucht.

Jérémy Guillemenot: Note 3,5. Hat insgesamt ein unglückliches Startelfdebüt, die ersten Pässe auf ihn verspringen ihm allesamt. Danach steigert er sich zwar, ohne aber je wirklich gefährlich vor dem Tor zu werden. Ist insgesamt physisch den Super-League-Verteidigern noch nicht ganz gewachsen, auch wenn das Potential sicher vorhanden ist.

Axel Bakayoko: Note 4,5. Bei Bakayoko wechseln sich Genie und Wahnsinn im gleichen Spiel noch zu oft ab. Zeigt starke Ballannahmen auf engsten Raum, nur um danach einen schlampigen Pass in den Rücken des Mitspielers zu spielen. Ist mit seiner Wucht und seinem Tempo aber sicherlich eine Waffe und belohnt sich mit dem dritten Treffer in Folge.

Einwechselspieler (mindestens 45 Minuten):

Dereck Kutesa: Note 5,5. Ist nach seiner Einwechslung sofort im Spiel und holt mit der ersten gefährlichen Aktion gleich einen Penalty heraus. Auch danach immer Aktivposten, bereitet auch das zweite Tor mit einer Zuckerflanke vor. Sollte nach dieser Leistung im nächsten Spiel definitiv wieder in der Startelf stehen.

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller benoteten Spieler): 4,5.

Fazit: Eine gute Leistung von beiden Teams mit vielen Chancen – ein attraktives Spiel, auch wenn man sich als Espen-Fan natürlich drei Punkte erhofft hätte. Die Leistung war aber fast besser als beim Sieg in der Hinrunde an gleicher Stelle, bei gleicher Leistung im nächsten Spiel gegen Xamax wäre alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung.

Johannes Graf

Fabienne Engbers
veröffentlicht: 24. Februar 2019 07:32
aktualisiert: 24. Februar 2019 08:41